Wetterstation Zenting-Daxstein

Jahresrückblick 2017

(mit Umland) und den östlichen Bayerischen Wald

 

Ein kleiner Rückblick auf das Witterungsjahr 2017 soll in diesem Artikel gegeben werden: wie schon so oft war es durchweg zu mild, beim Sonnenschein eher ausgewogen und mehrheitlich zu feucht.

Im Bayerischen Wald war es meist unter 1 K zu warm (Tm Lalling, Metten 9,1°C, Entschenreuth 8,5, Grainet 8,3, Zwiesel 7,8, Waldhäuser 6,9, Haidmühle 5,8 und Gr. Arber 4,0°C). Die Sonnenscheindauer lag etwas über dem 30-jährigen Mittel (Metten 1680, Waldhäuser 1696, Zwiesel 1742 (106 %), Grainet 1771, Entschenreuth 1896, Lalling 2037 (wohl zu hoch) Stunden). Der Niederschlag wird etwas genauer betrachtet:

 

RR-Jahresmenge 2017 in mm und % der Norm
Ort
2017
% der Norm
Bogen
861 mm
104%
Passau-Maierhof
928
105
Kirchberg
977
79
Taiding/Schöllnach
992
90
Röhrnbach
1001
99
Metten
1014
103
Schönberg
1038
94
Sonnen
1083
82
Untergriesbach-Glotzing
1088
96
Lam
1091
92
Zwiesel
1094
90
Viechtach
1130
112
Waldkirchen
1137
100
Haidmühle
1149
83
Entschenreuth
1165
101
Finsterau
1166
90
Unterfrohnstetten
1166
104
Tittling
1168
105
Schöfweg
1178
103
Neureichenau-Klafferstrass
1178
96
Lalling
1203
104
Philippsreut
1244
96
Daxstein
1327
93
Waldhäuser
1334
96
Wegscheid
1338
107
Grafling
1338
103
Bischofsreut
1369
99
Duschlberg
1466
103
Gr. Arber
1480
98
 
Während in Kirchberg nur 79 % erreicht wurden, schaffte Viechtach 112 %. Man sieht auch, dass Defizite und Überschüsse nah beieinander lagen: während Daxstein 93 % hatte, gab es im 4 km Luftlinie entfernten Schöfweg 103 %.

Auch im Raum München war es zu warm (Holzkirchen und Gut Laufzorn 8,8°C, München/Stadt 10,4°C). Die Sonne machte mehr Überstunden als im Bayerwald: München/Stadt 1793 (101 %), Attenkam 1902, Weihenstephan 1958 Stunden (112 %). Beim Niederschlag zeichnet sich ein ähnliches Bild ab wie im Bay. Wald: Überschüsse und leichte Defizite ohne Muster nebeneinander: 

 

Maisach                                   809 mm (85 %)

Oberschleißheim                      791 mm (88%)

Isen                                         922 mm (92 %)

München-Kirchtrudering             963 mm (93 %)

Neufahrn                                  871 mm (100 %)

Attenkam                                 1197 mm (104 %)

Starnberg                                 1198 mm (106 %)

 

Auf einzelne Ereignisse gehe ich nicht mehr ein, außer auf die bislang höchste 10- minütige Regenmenge in der Schweiz, die in Eschenz, am 2.8.2017 von 2.40 bis 2.50 Uhr gemessen wurde: 36,1 mm. Damit war der alte Rekord von Locarno-Monti vom 29.8.2003 Geschichte (damals 33,6 mm in 10 Minuten).

 

In Deutschland war es das achtwärmste Jahr seit 1881, in Österreich das acht- oder neunwärmste seit 1767 und in der Schweiz das sechstwärmste seit 1864.

 

An drei Stationen in Norddeutschland muss über die Jahresniederschlagsmenge berichtet werden. Einmal von Berlin-Dahlem, das in der seit 1848 bestehenden Reihe diesmal den zweiten Platz für sich reklamieren konnte: 854 mm (nach 2007 mit 907 mm). Sodann ergab sich für Schleswig und für Marnitz die jeweils größte Jahresmenge seit Beobachtungsbeginn (Schleswig 1877, Marnitz 1865). Von allen drei Reihen ist die Grafikausarbeitung zu sehen:

 

 

 

 

Während Berlin und Schleswig keine Lücken aufweisen, fehlen von Marnitz 1924, 1926 und 1944 mit 1946. In Schleswig ist der Abstand zum nächst-feuchten Jahr sehr klein.

Die von der Tiroler Seite der Wasserwirtschaft heruntergeladenen Seiten (https://www.tirol.gv.at/umwelt/wasser/wasserkreislauf/hydro-online/ )belegen Achenkirch, Aschau und Kufstein ebenfalls Jahreswerte, die im Bereich des bisherigen Maximums oder leicht darüber zu liegen kamen:

 

Achenkirch

 

Aschau

 

Kufstein

 

Ein Bild der Klimastation von La Nouvelle auf Réunion (Cirque de Mafate, 1415 m, etwa 200 Einwohner) soll meinen kurzen Bericht abrunden. Dorthin kommt man nur zu Fuß oder mit dem Hubschrauber, Straße gibt es keine. Die Station wurde 1970 eingerichtet.

 

 

 

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In Wikipedia findet sich folgende Beschreibung dazu:

 

Météo France bietet diese Stationskarte von Réunion:

 

Wolfgang Webersinke, Manuskriptabschluss 24.2.2018

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