Wetterstation Zenting-Daxstein

Monatlicher Witterungsbericht für den Mai 2016

 

 

Witterung an den VdA-Stationen

 

Zu warm, niederschlagsnormal aber unterschiedlich verteilt, sonnenscheinnormal

 

 

An dieser Stelle nun der Witterungsbericht der VdA-Stationen für den Mai 2016.

Der Mai präsentierte sich mit einer positiven Abweichung der Temperatur von 1,4 K und einer Durchschnittstemperatur von 14,2 °C der meldenden 42 Stationen zu warm.

Beim Niederschlag gab es mit einem Durchschnitt von 102 % im Landestrend eine ausgeglichene Niederschlagsbilanz, wobei es gebietsweise aber zu nass war, andernorts dafür zu trocken. Das lag vor allem an lokal heftigen Schauern und Gewittern, die durch langsame Verlagerung teils enorme Niederschlagsmengen brachten.

Die Sonnenscheindauer betrug im   Mai diesen Jahres 96 %, war also ausgeglichen.

Hier nun die einzelnen Stationsauswertungen:

Zunächst wieder die fünf Stationen mit den höchsten Temperaturmitteln im April 2016:

F-Bornheim                              16,7 °C

Horneburg                                16,6 °C

Berlin-Rahnsdorf                      16,4 °C

Bismark                                   16,2 °C

Kleve                                       16,1 °C

Die tiefsten Mittelwerte meldeten folgende Stationen:

Bitz-Degerfeld                          9,6 °C

Bitz                                          10,4 °C

Oberstaufen                             10,6 °C

Mitterdarching                          11,8 °C

Hechingen-Stein                       11,9 °C

Es gab meist positive Abweichungen. Die fünf Stationen mit den höchsten positiven Abweichungen waren hier:

Bismark                                   3,2 K

Berlin-Rahnsdorf                      2,9 K

Pretsch                                    2,7 K

Schobüll                                  2,6 K   

Neumünster und

Arnsberg jeweils                       2,4 K

Lediglich die 4 folgenden Stationen hatten negativen Abweichungen zu verzeichnen:

Neuenhagen                             -1,1 K

Oberstaufen                             -0,6 K

Mühlanger und

Bitz jeweils                               -0,1 K

Die Höchstwerte der Temperatur traten vorwiegend am 22. des Monats auf.

Hierbei registrierten die Stationen

Pretsch                                    31,6 °C

Salzwedel                                30,7 °C

Bismark                                   30,3 °C

Eisleben                                  30,1 °C

Pegnitz                        29,8 °C           

die höchsten Maximaltemperaturen.

Es gab jeweils nur einen heißen Tag an den Stationen Pretsch, Salzwedel, Bismark und Eisleben.

Dagegen gab es bis auf Bitz und Bitz-Degerfeld an jeder Station mindestens einen Sommertag. Wobei hier Bismark mit 14 Tagen der Spitzenreiter war.

Am Monatsanfang gab es an sieben Stationen noch einen oder einige Frosttage. Spitzenreiter war hier Bitz-Degerfeld mit 10 Tagen.

Die tiefsten Temperaturen registrierten

Bitz-Degerfeld              - 3,8 °C

Oberstaufen                             - 1,7 °C

Großen Buseck                        - 1,4 °C

Mitterdarching                          - 0,8 °C

Heuchenheim                           - 0,7 °C

Die kältesten Tage wurden meist am 04. des Monats registriert.

Es traten wenige Bodenfrosttage auf.

Die meisten Bodenfrosttage registrierte Bitz-Degerfeld mit 14 Tagen, insgesamt gab es an 13 Stationen mindestens einen Tag mit Bodenfrost.

Als tiefste Temperatur am Boden vermeldete die Messstelle Großen Buseck -6,0 °C am 04.

Das Mittel der relativen Luftfeuchtigkeit der meldenden Stationen lag bei 71 %.

 

Es gab im Mai 2016 mit 102 % eine ausgeglichene Niederschlagsbilanz der meldenden 47 Stationen, wobei es Regional auch zu viel regnete, an anderen Orten dafür extrem trocken war. Der gefallene Niederschlag fiel an fast allen Stationen an wenigen Tagen.

Die höchsten Niederschlagsmengen vermeldeten die Stationen:

Oberstaufen                             244,9 mm

Frabertsham                             171,4 mm

Mitterdarching                          163,4 mm

Pfronten                                  142,2 mm

Wolfach                                   128,9 mm

Die geringsten Niederschlagsmengen konnten dagegen an den Stationen

Oelde                                      11,6 mm

Oelde-Sünninghausen               18,3 mm

Ahlen/Westfalen                       18,6 mm

Neuenhagen                             19,4 mm

Jessen                                     21,8 mm

gemessen werden.

 

In der prozentualen Bilanz führten

F.-Bornheim                             196 %

Offenbach-Bürgel                     183 %

F-Sachsenhausen                     179 %

Mühlheim a.M.,

GG-Dornheim und

Alzenau jeweils             170 %

die Rangliste an.

Die geringsten prozentualen Mengen fielen dagegen an den Stationen in

Oelde                                      23 %

Ahlen/Westfalen                       30 %

Oelde-Sünninghausen und

Neuenhagen jeweils                  35 %

Mühlanger                                43 %

Die höchste Tagesniederschlagsmenge konnte die Station Groß-Rohrheim mit 51,1 mm am 29. messen.

Die Anzahl der Tage mit messbarem Niederschlag lag zwischen 18 Tagen in Mitterdarching und Frabertsham und 6 in Köthen und Jänickendorf.

Die meisten Sonnenstunden konnten im Mai die Stationen

Salzwedel                     485 Stunden

Mühlanger                    287 Stunden

Jänickendorf                269 Stunden

Neumünster                  252 Stunden

Bismark                       250 Stunden

für sich verzeichnen.

Die wenigste Sonnenscheindauer verzeichneten dagegen

Michelstadt                              154 Stunden

Wolfach                                   162 Stunden

Olbernhau                                171 Stunden

Neuenhagen                             178 Stunden

Jessen                                     181 Stunden

Prozentual gesehen war der Spitzenreiter hier

Mühlanger mit137 %.

Schlusslicht bildete hier Neuenhagen mit 75 %. Die Stationen mit einem Überschuss überwogen hier ganz klar.

Heitere Tage gab es im Durchschnitt 6, trübe Tage dagegen 8.

Die höchste Windspitze erreichte die Station   Bitz mit 22,2 m/s.

Das Mittel an Tagen mit Windspitzen über Beaufort 6 (windige Tage) lag bei 4, das Mittel an Tagen mit stürmischen Wind (Bft 8) lag bei 0. Den Höchstwert bei den windigen Tagen hatte die Station Jänickendorf mit 18 Tagen. Bei den stürmischen Tagen war es die Station Jessen mit 3 Tagen.

Der Luftdruck hatte im Mai ein Mittel von 1013,5 hPa.

Bis auf Hohenwulsch, Schillingsfürst und Pegnitz gab es an allen Stationen mindestens 1 Gewittertag. Spitzenreiter war hier Michelstadt mit 7 Tagen.

©Marco Ringel, Frank Beranek

 

Kurzmeldungen der Stationen

 

Horneburg

Temperatursensor hatte am Anfang noch Ausfälle, ist jetzt repariert.

 

Salzwedel

An diesem Mai war alles mit extremen Werten verbunden. Langanhaltende Wärmeperiode mit einem kräftigen Piks Richtung Nullpunkt. Reichlich Sonnenstunden waren ebenso zu verzeichnen. Immerhin waren am 22 30.7°C auf der Temperaturanzeige abzulesen. Ebenso sah es mit dem Niederschlag aus. Mit 29 mm Regen am 29. war die 24-Stundenmarke fast rekordverdächtig für Salzwedel. In der Summe aber ausgeglichen.

 

Berlin-Rahnsdorf

Der Mai war recht warm (der 6.wärmste seit Aufzeichnungsbeginn 1978) und zu trocken. Nach kühlem Beginn wurde es ab Himmelfahrt (5.5.) schon fast frühsommerlich schön. Pfingsten und danach (v.a. 14.-17.) dann die "Eisheiligen" mit kühlem Schauerwetter, jedoch ohne ergiebige Niederschläge. Auch die Pflanzen zeigten schon Trockenheitsschäden, als dann, fast "überraschend", am 23.5. gegen 23 Uhr doch ein heftiges Gewitter den Südosten Berlins gerade noch so erfasste. Bis dahin waren nur ca. 2 l/m² gefallen. Es wurde teils sommerlich warm, aber zum Glück auch nass - Tief "Elvira" blieb bis zum Monatsende erhalten, sodass es dann immerhin noch zu gut 32 l/m² reichte.

 

Kleve

Überwiegend warm mit zwei markanten Kälteeinbrüchen am 14. und 23. Besonders warm war es vom 06.-13. mit Temperaturen über 25°C (Ausnahme am 10.). Bis zum 19. gab es lediglich 3.4 mm Regen. Die letzte Dekade nur an einem Tag niederschlagsfrei, ohne das Starkregenereignis wäre das Monatssoll nur zu 73% erfüllt gewesen.

 

Ahlen/Westfalen

Ein zu warmer und zu trockener Monat war der Mai. Obwohl es in der näheren Umgebung teilweise zu viel Niederschlag gab. Bemerkenswert war der MCS, der von Tief Elvira westlich am 30. an Ahlen vorbei zog und in Süd- Sudwest- und Westdeutschland schwere Überschwemmungen verursachte, in Ahlen aber lediglich ein kurzes Gewitter verursachte.

 

Oelde-Sünninghausen

Der Oelder Bereich ist von jedem Starkregen verschont geblieben. Der Mai war viel zu trocken.

 

Arnsberg

Morgens noch frostig, tagsüber sonnig und angenehm warm, so startete der vielbesungene Wonnemonat Mai. Am 07. gab es mit 25.6°C den ersten, aber bisher einzigen Sommertag. Zur Monatsmitte folgten pünktlich die Eisheiligen, als die mittleren Tagestemperaturen um 12°C absanken. Dadurch war diesmal das Pfingstfest deutlich kälter als das ungewöhnlich milde Weihnachten 2015, das im Mittel knapp 3K wärmer als Pfingsten war.

 

Eisleben

Die große Trockenheit wurde am 22. beendet. Graupelschauer am Pfingstsonntag (15.). An Pfingsten war es kälter als Weihnachten und Ostern.

 

Köln-Weiß

Der Monat war in den beiden ersten Dekaden erheblich zu trocken 7,2 mm, die letzten 8 Tage sorgten für eine bessere Durchfeuchtung (77%). Die Sonne schien geringfügig zu viel (102%) und es war ein wenig zu warm (1,0 °).

 

Heuchelheim

Der Mai 2016 war zunächst extrem trocken. Erst am Monatsende trat Entspannung ein aufgrund moderater Regenfälle.

 

Großen Buseck

Luftdruck Min. 999.0 hPa am 12., Max. 1029.9 hPa am 04. Spitzenwind 37 km/h am 01. Windrichtungsmittel SO.

 

Elz

Auch der zunächst zu trockene Mai am Ende mit deutlichem Niederschlagsüberschuss. Alle Monate diese Jahres mehr oder weniger zu nass, darüber hinaus auch zu warm. In der Nacht zum 30. rekordverdächtige 46.5 mm Regen innerhalb von ca. 4h.

 

Offenbach-Bürgel

1,3 K zu warm und deutlich zu nass (107,5 mm / 182 %). In der Nacht zum 30. massiver Gewitter- und Starkregenkomplex aus Südosten mit 44,6 mm. Dies ist die höchste Tagesmenge seit 12 Jahren (54 mm durch Schwergewitter am 23.07.2004)!

 

Mühlheim a.M.

Niederschlagssummen in der Umgebung am 29. in mm: Mühleim-Kläranlage 41.7, OF-Wetterpark 53.5, F-Westend 31.2, F-Flughafen 45.1.

 

Neu-Isenburg

Das unwetterträchtige Tief über Mitteleuropa brachte auch bei uns heftige Regenfälle und Gewitter. Vom 26.-29. fielen 79.7 mm, so dass auch der bis dahin eher trockene Mai noch deutlich zu nass wurde. Besonders heftig waren die Gewitter in der Nacht vom 28./30., 41.7 mm bedeuten Platz 7 in den höchsten Tageswerten seit Messbeginn 1976.

 

Darmstadt

Am 29. mit 29.2 mm höchste Tagesniederschlagssumme seit dem 26.05.2013 (36.7 mm).

 

Gernsheim

Mittlere Windgeschwindigkeit: ELV: 3,2 m/s Mittlere Windgeschwindigkeit: Davis: 1,9 m/s Tage mit Nebel: 2 Daten ELV (alte Wetterstation) Mittel: 9,7°C 1. Dekade:15,6°C (14,8°C 1,9K) 3,4mm ( 17%) 2. Dekade:13,6°C (13,7°C -0,7K) 19,4mm ( 92%) 3. Dekade:16,3°C (16,6°C 1,7K) 67,1mm (212%) Temperaturen in Klammern: (Tx+Tn)/2 und Abweichung gegen 1961-1990

 

Schillingsfürst

Niederschlagsmengen im Landkreis Ansbach zwischen 56 mm in Gräbenwinden und 96 mm in Bonnhof. In der Nacht 29./30. Unwetterereignis im nördlichen Landkreis Ansbach mit bis zu 131 mm Niederschlag innerhalb von 24 Stunden. Örtlich auch Hagelunwetter.

 

Mitterdarching

1 Tag mit Nebel. 1 Tag mit Hagel. Dominierende Windrichtung: WSW. Max. Luftdruck: 1027.3 hPa am 04., Min. Luftdruck: 996.1 hPa am 12. Min. rel. Luftfeuchtigkeit: 37% am 06.

Peter Süßmann, Darmstadt, den 14.06.2016

 

 

Wettertabellen

 

 

 

Wettergrafiken

 

 

 

 

Grafiken von Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein der Referenzstationen

 

 

 

 

 

 

Grafiken von Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein der Stationen in Süd- und Mittelhessen

 

Der Monat Mai war ein sehr wechselhafter aber eher leicht zu warmer Monat. Heiße Tage wurden noch nicht erreicht, jedoch ein paar Sommertage, vor allem zu Beginn des Monats. So zum Beispiel am 7.5. in Walldorf 28,9 Grad. Einige Gewittertage konnten ebenso verzeichnet werden, Höhepunkt war die Nacht zum 31.5. wo ein MCS aus Osten vor allem über Südhessen gezogen ist und zum Teil sehr hohe Regensummen brachte. In Worms, Lorsch und Lampertheim fielen rund 70mm. Aber auch sonst wurden Mengen zwischen 30-50mm gemessen. Somit kaum verwunderlich das der Monat Mai deutlich zu nass endete. Am nassesten war es in Trebur, welches bereits am 13.5. von einem schweren Gewitter getroffen wurde. Insgesamt fielen hier 131 mm im Mai, gefolgt von Groß-Gerau Nord mit 124 mm. Am trockensten war es in Mittelhessen, Heuchelheim nur 37mm.

Der Monat endete mit rund 1,5K über dem langjährigen Mittelwert 1961-1990. Und etwa normal temperiert zu dem Mittelwert ab 1991 bis dato.

Die Sonne zeigte sich in etwa so oft wie man es im Mai erwarten kann.

 

Florian Besinger – Station Mörfelden-Walldorf - im Juni 2016

 

 

 

 

Verteilungskarten

 

 

 Temperaturverteilung
Niederschlagsverteilung
Abweichung der Temperatur
Abweichung des Niederschlages
Luftdruck
Sommertage

Marco Ringel

 

 

Abweichungen

 

 

Relativgrafiken und Ereignisstage der VdA-Wetterstationen für den Mai 2016

 

 

(Vergrößerung durch anklicken der Grafiken!)

ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Sommertage, Heiße Tage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Eistage, Frosttage und Bodenfrosttage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Gewittertage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-
            klima.de/vda_mitglieder2016/2016_05/vda-Stationen 
Abweichung der Temperatur vom Normalwert in Kelvin
ChartObject Prozentuale Erfüllung der Niederschlagssumme vom Normalwert (1961-1990) der http://www.vda-
            klima.de/vda-Stationen
Erfüllung des Niederschlages vom Normalwert in Prozent
 
Erfüllung der Sonnenscheindauer vom Normalwert in Prozent

 

 

 

 

 

 


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