Wetterstation Zenting-Daxstein

Monatlicher Witterungsbericht für den März 2015

 

 

Witterung an den VdA-Stationen

 

Leicht zu warm, normale Niederschlagsmengen dazu viel Sonnenschein

 

 

Im März 2015 war es an fast allen Stationen leicht bis mäßig zu warm. Bei einer mittleren Temperatur von 5,6 °C entspricht das einer positiven Abweichung von 1,4 K aller meldenden VdA-Stationen.

Beim Niederschlag gab es mit einem Durchschnitt von 91 % eine recht ausgeglichene Niederschlagsbilanz, wobei die Verteilung dabei sehr unterschiedlich ausgefallen ist.

Die Sonnenscheindauer betrug im März diesen Jahres 123 %, es gab also viel Sonnenschein.

Und das waren die fünf Stationen mit den höchsten Temperaturmitteln im März 2015: Frankfurt-Bornheim (8,2 °C), Offenbach-Bürgel (7,5 °C), Köln-Weiß (7,0 °C), Kleve und GG-Dornheim (jeweils 6,8 °C).

Die tiefsten Mittelwerte meldeten die Stationen Bitz-Degerfeld (1,7 °C), Bitz (3,8 °C), Olbernhau (3,9 °C), Mitterdarching (4,0 °C), sowie Zenting-Daxstein (4,1 °C).

Zum langjährigen Mittel gab es, bis auf eine Ausnahme (Walldorf -0,1 K) überwiegend leichte oder mäßige positive Abweichungen.

Die höchsten positiven Abweichungen konnten Bismark (2,9 K), Berlin-Rahnsdorf (2,8 K), Köthen (2,7 K), Oberstaufen (2,4 K) und Schobüll (2,3 K) für sich verzeichnen. Nur die Station Walldorf verzeichnete eine negative Abweichung von -0,1 K.

Die Höchstwerte der Temperatur traten vorwiegend am 8. des Monats auf. Hierbei registrierten die Stationen Kiedrich (20,7 °C), Wolfach (20,1 °C), Elz (19,7 °C), Offenbach-Bürgel (19,6 °C), sowie Frankfurt-Bornheim (19,5 °C) die höchsten Maximaltemperaturen.

Es gab im März der Jahreszeit entsprechend an fast jeder Station mindestens 1 Frosttag, einzig Juliusruh blieb frostfrei. Spitzenreiter bei den Frosttagen waren Bitz-Degerfeld mit 27 Tagen, gefolgt von Oberstaufen mit Mitterdarching 22 Tagen. Die wenigsten Frosttage registrierten hier neben dem frostfreien Juliusruh die Stationen Frankfurt-Bornheim (1 Tag), sowie Schobüll und Horneburg (jeweils 3 Tage).

Es gab an keiner Station einen Eistag.

Die tiefsten Temperaturen registrierten Bitz-Degerfeld (-14,5 °C), Jänickendorf (-7,4 °C), Oberstaufen (-6,9 °C), Mitterdarching (-6,6 °C), sowie Olbernhau (-6,4 °C)

Die kältesten Tage wurden meist um den 23. des Monats registriert.

An allen Stationen wurde Bodenfrost registriert. Hier reicht die Spannweite von 27 Tagen in Großen Buseck und 7 Tagen in Horneburg.

Als tiefste Temperatur am Boden vermeldete die Messstelle Bitz-Degerfeld -16,3°C am 23.

Das Mittel der relativen Luftfeuchtigkeit der meldenden Stationen lag bei 76 %.

Es gab im März mit 91 % eine recht ausgeglichene Niederschlagsbilanz der meldenden 52 Stationen, wobei die Verteilung recht unterschiedlich ausfällt.

Die höchsten Niederschlagsmengen vermeldeten die Stationen Oberstaufen (157,2 mm), Pfronten (134,0 mm), Zenting-Daxstein (116,4 mm), Horneburg (94,0 mm), sowie Schobüll (87,6 mm).

Die geringsten Niederschlagsmengen konnten dagegen an den Stationen Gernsheim (17,3 mm), Walldorf (18,4 mm), Groß-Rohrheim (19,7 mm), GG-Dornheim (20,1 mm), sowie Darmstadt (22,4 mm) gemessen werden.

In der prozentualen Bilanz führten Berlin-Friedrichshagen (162 %), Schobüll (159 %), Salzwedel (141 %), Jüdenberg (137 %), sowie Pretsch (136 %) die Rangliste an.

Die geringsten prozentualen Mengen fielen dagegen an den Stationen in Walldorf und Gernsheim (jeweils 38 %), gefolgt von Neu-Isenburg (45 %), Darmstadt (46 %), sowie Frankfurt-Sachsenhausen und Offenbach-Bürgel (jeweils 47 %).

Die höchste Tagesniederschlagsmenge konnte die Station Oberstaufen mit 43,3 mm am 29. messen.

Die Anzahl der Tage mit messbarem Niederschlag lag zwischen 7 in Groß-Rohrheim und 18 in Kall.

15 Stationen meldeten mindestens 1 Tag mit einer geschlossenen Schneedecke.

Spitzenreiter war hier Oberstaufen mit 20 Tagen.

Die höchsten Schneedecken registrierten die Stationen Oberstaufen (53 cm), Zenting-Daxstein (23 cm), Mitterdarching (12 cm), sowie Frankfurt-Sachsenhausen (5 cm).

Die höchsten Neuschneesummen konnten an den Stationen Oberstaufen (18 cm), Zenting-Daxstein (10 cm), Olbernhau (9 cm) sowie Frankfurt-Sachsenhausen (5 cm) registriert werden.

Die meisten Sonnenstunden konnten im Februar die Stationen Bitz (188 Stunden), Frankfurt-Sachsenhausen (170 Stunden), Schillingsfürst (159 Stunden), sowie Darmstadt (158 Stunden) für sich verbuchen.

Die wenigste Sonnenscheindauer verzeichneten dagegen Jessen (113 Stunden), Köln-Weiß (116 Stunden), Neuenhagen (117 Stunden) und Doberlug-Kirchhain (123 Stunden).

Prozentual gesehen waren die Spitzenreiter hier Olbernhau (148 %) und Wolfach (147 %). Schlusslicht bildeten hier Jessen (94 %) und Neuenhagen (97 %).

Heitere Tage gab es im Durchschnitt 4 Tage, trübe Tage dagegen 10.

Die höchste Windspitze erreichte die Station   Jessen mit 38,2 m/s. Das Mittel an Tagen mit Windspitzen über Beaufort 6 (windige Tage) lag bei 6, das Mittel an Tagen mit stürmischen Wind (Bft 8) lag bei 2, den Höchstwert bei den windigen Tagen hatte die Station Schobüll mit 16 Tagen.

Der Luftdruck hatte im März ein Mittel von 1019,6 hPa.

An 16 Stationen gab es mindestens einen Gewittertag. Spitzenreiter waren hier Oelde und Oelde-Sünninghausen mit jeweils 4 Tagen.

©Marco Ringel, Frank Beranek

 

 

Kurzmeldungen der Stationen

 

Salzwedel

Mit milden Tagen ist der März gestartet. Dazu kamen nur geringe Mengen an Niederschlag. Durch längeren Hochdruckeinfluss in der 1. Monatshälfte fielen aber die nächtlichen Tiefsttemperaturen in den Frostbereich. Der Monatsausklang brachte dann die größere Niederschlagsmenge durch die herangezogenen Sturmtiefs Mike und Niklas. Also in der Summe etwas mehr Sonne als der Durchschnitt, knapp wärmer und feucht.

 

Berlin-Rahnsdorf

Der März war zu mild (Platz 8 seit Aufzeichnungsbeginn 1978) und etwas niederschlagsreicher als der Durchschnitt. Dies war aber vor allem dem Monatsanfang (bis 6.) und dem Ende (ab 26.) zu danken - dazwischen blieb es bis auf 14., 15. und 21. (leider immer am Wochenende) völlig trocken. Schöne Frühlingssonne vom 16.-20., doch da die Nächte frisch waren, wachte die Natur nicht wirklich auf. Orkanartige Böen am 30. und 31., doch im Südosten Berlins kaum Schäden.

 

Kleve

Maximaltemperaturen überwiegend im Rahmen zwischen 8° und 15°, dabei an 4 Tagen kälter und an 5 Tagen wärmer, wobei die Wärmespitzen jeweils am Ende der ersten um am Ende der zweiten Dekade waren. Bis zum 24. insgesamt 26,4 mm Regen was 38% des Monatssoll entspricht. Regenschwerpunkte waren am Monatsanfang und nach dem 25. wo zu Starkregenereignissen auch noch starker Wind kam

 

Ahlen

Im März präsentierten sich gleich mehrere Hochdrucklagen mit ruhigem, teils schon sehr milden Tagen. Das Niederschlagssoll wurde durch die heftigen Niederschläge durch die beiden Sturmtiefs Mike und Niklas zum Monatsende aufgebessert, allein am 29. und 31. fielen fast 30mm Niederschlag bei sehr unbeständigem und sehr windigem Wetter mit Graupelgewittern.

 

Arnsberg

Mit durchschnittlich 5.1°C war der März um 1.2K zu warm und damit der 7. zu warme Monat in Folge. Nach meist ruhigem und freundlichem Verlauf gab es anfangs und besonders zuletzt viel Wind. Dabei wurden 3 stürmische Tage mit Spitzenböen von 72.4 km/h registriert. Am 31. musste in NRW sogar der Bahnverkehr eingestellt werden. vom 29.-31. fielen 50 mm Niederschlag, dennoch konnte das vorherige Defizit nicht aufgeholt werden.

 

Köln-Weiß

Der erste Frühlingsmonat wich nur wenig von den langjährigen Mittelwerten Kölns ab. Lediglich die windigen und stürmischen Tage lagen ungewöhnlich hoch. Der Luftdruck war recht hoch, was sich auch in der leicht überdurchschnittlichen Sonnenscheindauer zeigte.

 

Großen Buseck

Luftdruck Min. 992.2 hPa am 31., Max. 1037.7 hPa am 06., Spitzenwind 104 km/h am 31. Windrichtungsmittel SO.

 

Elz

Auch der März fällt zu trocken aus, letztmals der März 2010 zu nass. Winterrückfälle blieben aus, im Gegenteil: um die Monatsmitte herum vorfrühlungshaft mild und sonnig. Die partielle Sonnenfinsternis war leider nicht zu sehen.

 

Offenbach-Bürgel

Mit +1,3 K (7,5°C) für heutige Verhältnisse nur moderat zu warm gegenüber 1961-90 und mit nur 22,6 mm (46 %) deutlich zu trocken.

 

Mühlheim a.M.

Seit Anfang Februar 2015 ist es hier anhaltend zu trocken. Vom 01.02. bis 09.04.2015 sind hier insgesamt 52 mm Niederschlag gefallen, grob überschlägig hätten es 109 mm sein müssen.

 

Darmstadt

Sechster März in Folge, der meist viel zu trocken war und meist erheblich über normale Sonnenscheindauer aufwies. Am 31.03. max. Windböe von 92 km/h. Das war das vierte Mal in meiner Messreihe seit 1981, dass die 90 km/h-Grenze überschritten wurde. Kurios ist die Anzahl der Frosttage: Januar 10. Februar 13, März 14.

 

Gernsheim

Mittlere Windgeschwindigkeit: 3,8 m/s Tage mit Nebel: 2 1. Dekade: 5,2°C ( 5,2°C 1,4K) 6,5mm ( 58%) 2. Dekade: 6,9°C ( 7,2°C 1,5K) 0,1mm ( 1%) 3. Dekade: 7,5°C ( 7,4°C 0,1K) 10,7mm ( 56%) Temperaturen in Klammern: (Tx+Tn)/2 und Abweichung gegen 1961-1990

 

Schillingsfürst

Niederschlagsmengen im Landkreis Ansbach zwischen 64 mm in Schillingsfürst und 36 mm in Bonnhof. 20.: Partielle Sonnenfinsternis, 21.: Beginn der Frühjahrsvegetation, 23.: Beginn der Forsythienblüte, 25.: Saharastaub in der Luft, 29.: Luftdruckabfall um 18 hPa in 30 Minuten.

 

Külbingen

31.: Orkantief "Niklas", max. Böe 106 km/h in ca. 2 km Entfernung, auf amerikanischem Militärflugplatz, ca. 20 m höher gelegen auf freiem Gelände.

 

Wolfach

Obwohl der März fast zwei Grad zu warm ausfiel, wurden 16 Frosttage gezählt. Ergebnis der vielen klaren Nächte. Während das mittlere Maximum um 2,9 Grad über dem langjährigen Durchschnitt lag, war das mittlere Minimum gerade mal auf dem Mittelwert. Lange sah es nach einem neuen Niederschlagsminimum aus, doch dann ließen ergiebige Regenfälle in den letzten Tagen die Chance "zerfließen".

 

Westheim

Höchste Windböe am 31. (Niklas) 85 km/h.

 

München-Harthof

Alpensicht an 12 Tagen.

 

 

Mitterdarching

3 Tage mit Nebel, 3 Tage mit Graupel. Dominierende Windrichtung: WSW. Max. Luftdruck: 1039.2 hPa am 06., Min. Luftdruck: 999.3 hPa am 31. Min. rel. Luftfeuchtigkeit: 33% am 10. Beträchtliche Schäden in der Region durch umgestürzte Bäume infolge des Orkans Niklas am 31.

 Peter Süßmann, Darmstadt, den 15.04.2015 

 

Wettertabellen

 

 

 

 

Wettergrafiken

 

 

 

 

Grafiken von Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein der Referenzstationen

 

 

 

 

 

 

Grafiken von Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein der Stationen in Süd- und Mittelhessen

 

Der März 2015 endete zu mild gegenüber dem langjährigen Mittelwert 1961-1990. Nach dem Mittel von 1991 bis dato dagegen eher genau Mittelmaß!

Leider gab es bis auf die letzten Märztage nicht viel interessantes zu berichten aus dem Monat. Überwiegender Hochdruck machte sich breit mit kühlen Nächten und meist milden Tagen.

Am 29. und 31. jedoch machte sich eine markante Sturmlage breit. Eher ungewöhnlich für Ende März. Orkan Niklas erreichte Sturmstärke, teils wurden auch schwere Sturmböen gemeldet, wie am Flughafen Frankfurt, wo es mit 101 km/h eine fast orkanartige Böe gab. Der Sturm hielt über mehrere Stunden hinweg an, wodurch es vor allem in den Städten zu einigen Schäden kam.

In dieser Zeit fiel auch ein Großteil es Monatsniederschlages, was aber bei weitem nicht ausreichend war, um auf das langjährige Soll zu kommen.

Spitzenreiter in Sachen Niederschlag waren diesmal Heuchelheim und Oberursel-Stierstadt mit 39 bzw 38mm. Anderswo fielen dagegen kaum 20mm wie an einigen südlichen Stationen unseres Gebietes.

Die Sonne hingegen zeigte sich überdurchschnittlich oft mit rund 150-170 Stunden, somit wurde das Mittel um gut 30% überboten.

 

Florian Besinger – Station Mörfelden-Walldorf –

im April 2015

 

 

 

 

 

Verteilungskarten

 

 

 Temperaturverteilung
Niederschlagsverteilung
Abweichung der Temperatur
Abweichung des Niederschlages
Luftdruck
Frosttage

Marco Ringel

 

 

Abweichungen

 

 

Relativgrafiken und Ereignisstage der VdA-Wetterstationen für den März 2015

 

 

(Vergrößerung durch anklicken der Grafiken!)

ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Sommertage, Heiße Tage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Eistage, Frosttage und Bodenfrosttage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Gewittertage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda_mitglieder2015/2015_03/vda-Stationen 
Abweichung der Temperatur vom Normalwert in Kelvin
ChartObject Prozentuale Erfüllung der Niederschlagssumme vom Normalwert (1961-1990) der http://www.vda-klima.de/vda-Stationen
Erfüllung des Niederschlages vom Normalwert in Prozent
 
Erfüllung der Sonnenscheindauer vom Normalwert in Prozent

 

 

 

 

 

 


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