Wetterstation Zenting-Daxstein

Monatlicher Witterungsbericht für den Juni 2017

 

 

Witterung an den VdA-Stationen

 

zu warm, vielfach zu trocken und sonnenscheinreich

 

 

Und auch für Juni gibt es wie immer den Witterungsbericht der VdA-Stationen für den Juni 2017.

 

Der Juni 2017 präsentierte sich im Schnitt der 47 meldenden Stationen mit einer Abweichung von +2,6 K zu warm. Dabei lag das Temperaturmittel bei 19,0 °C. Beim Niederschlag gab es mit einem Durchschnitt von 110 % im Landestrend eine leicht überdurchschnittliche Versorgung mit Niederschlag.

Die Sonnenscheindauer betrug im     Juni diesen Jahres 119 %.

Hier nun die einzelnen Stationsauswertungen:

Zunächst wieder die Stationen mit den höchsten Temperaturmitteln im Juni 2017:

F-Bornheim                             22,0 °C

Köln-Weiß                              20,7 °C

Gernsheim                               20,4 °C

Erlensee und

Darmstadt                               20,3 °C

Die tiefsten Mittelwerte meldeten folgende Stationen:

Bitz-Degerfeld             15,5 °C

Schobüll                                  16,0 °C

Neumünster                             16,5 °C

Bitz                                         16,8 °C

Olbernhau                               17,0 °C          

Die Abweichungen waren überall positiv. Hier die Stationen mit den höchsten positiven Abweichungen:

Mitterdarching             4,6 K

F-Bornheim                             4,0 K

Frabertsham                            3,9 K

Darmstadt                               3,6 K  

Wolfach und

Bitz                                         3,5 K

Die Höchstwerte der Temperatur traten vorwiegend am 22. des Monats auf.

Hierbei registrierten die Stationen

Jessen                                     36,6 °C

Köln-Weiß und

F-Bornheim                             35,8 °C

Elz                                           35,5 °C

Darmstadt                               35,4 °C

die höchsten Maximaltemperaturen.

Es traten einige heiße Tage auf. Hier hatte F-Bornheim mit 9 Tagen die Nase vorn. 4 Stationen meldeten keinen heißen Tag (Schobüll, Neumünster, Bitz, Zenting-Daxstein). Es gab außergewöhnlich viele Sommertage. Auch hier hatte F-Bornheim zusammen mit Darmstadt mit 21 Tagen die Nase vorn.

Es gab überall Sommertage, wobei es in Schobüll lediglich 2 Tage davon gab.

Lediglich Bitz-Degerfeld meldete 2 Frosttage.

Die tiefsten Temperaturen registrierten

Bitz-Degerfeld                        - 2,1 °C

Berlin-Friedrichshagen             0,0 °C

Mitterdarching                         3,3 °C

Schobüll                                              3,6 °C

Jänickendorf                                         3,8 °C           

Die kältesten Tage wurden meist um den 2. des Monats registriert.

Als tiefste Temperatur am Boden vermeldete die Messstelle Bitz-Degerfeld – 1,6 °C am 02.

Bitz-Degerfeld meldete 4 Bodenfrosttage, Bitz 2 Tage. Ansonsten blieb es an den Stationen des VdA frostfrei.

Das Mittel der relativen Luftfeuchtigkeit der meldenden Stationen lag bei 71 %.

Es gab im Juni 2017 mit 110 % eine leicht überdurchschnittliche Niederschlagsbilanz der meldenden Stationen. Eine Va-Lage brachte dem Berliner Raum Ende des Monats bis zu 200 Liter als Tagessumme, wohingegen der Rest des Landes meist zu trocken ausging.

Die höchsten Niederschlagsmengen vermeldeten dabei folgende Stationen:

Bismark                                   173,5 mm

Neuenhagen                            162,2 mm

Berlin-Rahnsdorf                     159,1 mm

Neumünster                             153,6 mm

Berlin-Fried.                            149,6 mm

Die geringsten Niederschlagsmengen konnten dagegen an den Stationen

GG-Dornheim                         24,5 mm

Ahlen/Westfalen                      30,6 mm

Alzenau                                   36,0 mm

Jessen                                     37,4 mm

Kiedrich                                  38,2 mm

gemessen werden.

In der prozentualen Bilanz führten

Bismark                                   312 %

Berlin-Rahnsdorf                     306 %

Berlin-Fried.                            299 %

Neuenhagen                            291 %

Hohenwulsch                           268 %

die Rangliste an.

Die geringsten prozentualen Mengen fielen dagegen an der Station GG-Dornheim mit 40 %.

Die höchste Tagesniederschlagsmenge konnte die Station Neuenhagen mit 82,2 mm am 29. messen. Hier hatte Berlin-Tegel 199,5 mm zu bieten.

Die Anzahl der Tage mit messbarem Niederschlag lag zwischen 19 Tagen in Salzwedel und 4 Tagen in Michelstadt.

Die meisten Sonnenstunden konnten im Juni die Stationen

Bitz                              293 Stunden

Mühlanger                    290 Stunden   

F-Sachsenhausen         271 Stunden

Pegnitz             270 Stunden

für sich verzeichnen.

Die wenigste Sonnenscheindauer verzeichneten dagegen

Neuenhagen                 186 Stunden

Michelstadt                  205 Stunden

Neumünster                 206 Stunden

Köln-Weiß                  208 Stunden

Auch hierbei hielten sich Überschuss und Defizit die Waage

Prozentual gesehen war der Spitzenreiter hier Olbernhau mit 155 % %. Schlusslicht bildete hier Neuenhagen mit 88 % Sonnenschein.

Heitere Tage gab es im Durchschnitt 5, trübe Tage dagegen 6.

Die höchste Windspitze erreichte die Station Bitz mit 20,0 m/s.

Das Mittel an Tagen mit Windspitzen über Beaufort 6 (windige Tage) lag bei 5, das Mittel an Tagen mit stürmischen Wind (Bft 8) lag bei 1. Den Höchstwert bei den windigen Tagen hatte die Station Bitz mit 16 Tagen. Bei den stürmischen Tagen war es auch die Station Bitz mit 4 Tagen.

Der Luftdruck hatte im Juni ein Mittel von 1013,6 hPa.

Alle meldenden Stationen hatten mindestens 1 Gewittertag. Spitzenreiter waren hier Frabertsham mit 9 Gewittertagen.

©Marco Ringel, Frank Beranek

 

 

Kurzmeldungen der Stationen

 

Berlin-Rahnsdorf

Das herausragende Wetterereignis dieses zweitnassesten Juni seit Aufzeichnungsbeginn im August 1978 (nach 1990) war der Starkregen vom 29. Nachdem im Südosten Berlins über Mittag schon einmal ca. 25 l/qm gefallen waren, gab es von 19-22 Uhr noch einmal fast 30 l/qm. Insgesamt reichte es mit 71,4 l/qm für den 3. meisten Niederschlag an einem Tag seit Beginn der Aufzeichnungen (nach 8.8.1978 und dem 12.8.2002 (Wetterlage, die das Elbhochwasser verursachte)). Dagegen "verblassten andere" Niederschlagsereignisse des Monats - der total verregnete Pfingstsonntag (4.) oder das Gewitter vom 22., das mehr als 25 l/qm brachte. Immerhin verringerte sich dadurch das seit 2014 anhaltende Niederschlagsdefizit...

 

Kleve

Der dritte Juni mit einem Mittel von > 20°. Zuletzt gab es das 1976, der wärmste Juni war 1970. Nach dem 10. war es überwiegend warm bis heiß und trocken. Vom 11. bis zu 27. gab es lediglich 7,3 mm Niederschlag bei 3 Regentagen.

 

Ahlen/Westfalen

Wieder ein viel zu warmer Monat, dazu, auch, wenn es fast überall durch Unwetter zu viel Niederschlag kam, ein zu trockener Monat. Die Gewitter waren äußerst schwach und brachten kaum Niederschlag. Das Jahr in Ahlen bisher 1.1K zu warm, und an Niederschlag fiel bisher 81.1% des Niederschlags, der bis Ende Juni hätte fallen müssen.

 

Arnsberg

Ungewöhnlich warm, aber niederschlagsarm präsentierte sich der erste Sommermonat. Mit 18.1°C war der Juni der fünftwärmste seit Beginn der Messungen vor 150 Jahren. Nur 2003, 1949, 1917 und 1899 war der Juni wärmer als zuletzt. Bis auf Februar 2017 waren alle 12 zurückliegenden Monate zu trocken.

 

Eisleben

Temperaturmäßig war der diesjährige Juni wie aus 2016 - einer der wärmsten. Er steht seit 1953 an 6. Stelle. Vor 1990 war das Temperaturmittel nur 1964 höher. An 27 Tagen lag das Tagesmaximum über 20°C. Am 22. wurde sogar ein neuer Tagesrekord erzielt. Am selben Tag erlebte die Stadt ein Unwetter, in kurzer Zeit prasselten 43 mm Regen herunter, was zu Überflutungen tiefer gelegener Straßen führte. Deshalb trotz Trockenheit 168%.

 

Köln-Weiß

Der erste Sommermonat war erheblich zu warm, viel zu trocken mit der Hälfte des durchschnittlichen Niederschlags. Die Sonne schien leicht überdurchschnittlich.

 

Heuchelheim

Wärmster Juni seit 2007. Extremer Gewittersturm mit Hagel von 1-3 cm führt zu großen Flur- und Gebäudeschäden am frühen Nachmittag des 22.

 

Großen Buseck

Luftdruck: Min. 997.0 hPa am 29., Max. 2027.2 hPa am 18. Spitzenwind 69.6 km/h am 22. Windrichtungsmittel OSO.

 

Elz

Seit 1950 war dies der zweitwärmste Juni, nur der Juni 2003 war noch wärmer (20.5°C). Am 22. wurde mit 35.5°C auch die zweithöchste Max.-Temp. gemessen, hier nur der 18.06.2002 (36.5°C) noch wärmer. Trockenheit hält nun schon ein ganzes Jahr an (seit Juli 2016).

 

F-Bornheim

Am Abend des 09. kräftiger Gewitterregen mit Hagel linsengroß.

 

Neu-Isenburg

Der feuchte Mai unterbrach nur kurz die anhaltende Trockenperiode, die sich im Juni fortsetzte und verschärfte. Vom 11.-26. blieb es bei teils großer Hitze völlig niederschlagsfrei.

 

Darmstadt

Das Monatsmittel von 20.3°C wurde in der Darmstädter Reihe seit 1830 nur 3 Mal überboten. Die Zahl von 21 Sommertagen wurde in der Reihe seit 1937 nur 1 Mal (2003 mit 28) überboten. Am 29. eine Tagessumme (00-24 Uhr) von 30.3 mm: von 04.10-04.20 ca. 10 mm, von 18.00-18.15 Uhr ca. 17 mm. Ein gefühlt sehr trockener Monat, da vom 10.-26. nur 0.1 mm Niederschlag, dann am 29. weit über die Hälfte an nur einem Tag.

 

Gernsheim

Mittlere Windgeschwindigkeit: ELV: 3,2 m/s Mittlere Windgeschwindigkeit: Davis: 1,9 m/s Tage mit Nebel: 0 Daten ELV (alte Wetterstation) Mittel: 20,4°C 1. Dekade:17,7°C (17,6°C 1,3K) 19,1mm ( 65%) 2. Dekade:21,1°C (20,2°C 2,8K) 2,5mm ( 10%) 3. Dekade:22,3°C (22,8°C 4,6K) 28,5mm (124%) Temperaturen in Klammern: (Tx+Tn)/2 und Abweichung gegen 1961-1990

 

Wolfach

Nach 2003 der bislang wärmste Juni der Messreihe. Zudem sonnigster Juni seit Beginn dieses Jahrhunderts insgesamt auf Platz drei. Am 15. Starkregen und etwas Hagel, innerhalb einer Stunde mehr als 30 l/qm.

 

Hechingen-Stein

Störung bei Temperaturmessung.

 

München-Harthof

Vom 10. bis 24.6. nur einmal Niederschlag (1,5 mm am 12.). An 11 Tagen Alpensicht. Kein Nebel.

 

Mitterdarching

Dominierende Windrichtung: WSW. Max. Luftdruck: 1024.3 hPa am 18., Min. Luftdruck: 994.3 hPa am 28. Min. rel. Luftfeuchtigkeit; 31% am 16. Höchstes Tagesmittel der Temperatur: 25.5°C am 23. Höchstes Temperaturminimum in der Nacht: 19.9°C am 23. (höchster Wert seit Aufzeichnungsbeginn 2003).

 

Peter Süßmann, Darmstadt, den 15.07.2017  

 

Wettertabellen

 

 

 

Wettergrafiken

 

 

 

 

Grafiken von Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein der Referenzstationen

 

 

 

 

 

 

Grafiken von Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein der Stationen in Süd- und Mittelhessen

 

 


 

 

Verteilungskarten

 

 

 Temperaturverteilung
Niederschlagsverteilung
Abweichung der Temperatur
Abweichung des Niederschlages

Heiße Tage

Sommertage
 Luftdruck

Marco Ringel

 

 

Abweichungen

 

 

Relativgrafiken und Ereignisstage der VdA-Wetterstationen für den Juni 2017

 

 

(Vergrößerung durch anklicken der Grafiken!)

ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Sommertage, Heiße Tage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Eistage, Frosttage und Bodenfrosttage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Gewittertage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-
            klima.de/vda_mitglieder2017/2017_06/vda-Stationen 
Abweichung der Temperatur vom Normalwert in Kelvin
ChartObject Prozentuale Erfüllung der Niederschlagssumme vom Normalwert (1961-1990) der http://www.vda-
            klima.de/vda-Stationen
Erfüllung des Niederschlages vom Normalwert in Prozent
 
Erfüllung der Sonnenscheindauer vom Normalwert in Prozent

 

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