Wetterstation Zenting-Daxstein

Monatlicher Witterungsbericht für den Juni 2015

 

 

Witterung an den VdA-Stationen

 

Zu warm, teilweise viel zu trocken bei normaler Sonnenscheindauer

 

 

Hier nun wie immer der monatliche Witterungsbericht der VdA-Stationen für den Juni 2015.

Im Juni 2015 gab es vor allem im Süden deutlich zu warme Temperaturen.

Im Ganzen kam es so zu einem Nord-Süd-Gefälle der Temperaturen. Bei einer mittleren Temperatur von 16,7 °C entspricht das einer Abweichung von 0,7 K aller 46 meldenden VdA-Stationen.

Beim Niederschlag gab es mit einem Durchschnitt von 72 % eine deutlich negative Niederschlagsbilanz, wobei es wenigen Ausnahmen überall ein Defizit gab.

Die Sonnenscheindauer betrug im Juni diesen Jahres 101 %, es gab also übers Land verteilt eine normale Sonnenscheinausbeute.

Kommen wir zu den einzelnen Stationsauswertungen:

Hier nun die fünf Stationen mit den höchsten Temperaturmitteln im Juni 2015:

Frankfurt-Bornheim 19,7 °C

Gernsheim 18,4 °C

Kiedrich 18,2 °C

Erlensee und Walldorf 18,1 °C

Die tiefsten Mittelwerte meldeten folgende Stationen:

Bitz-Degerfeld 13,6 °C

Schobüll 13,9 °C

Olbernhau 14,5 °C

Kühlungsborn 14,6 °C

Neumünster 14,8 °C

Es gab landesweit meist nur geringe positive und auch einzelne negative Abweichungen, ein Schwerpunkt ist hier nicht auszumachen. Die deutlichsten negativen Abweichungen registrierten folgende Stationen:

Großerkmannsdorf -0,9 K

Schobüll und Olbernhau -0,8 K

Neumünster -0,6 K

Jänickendorf -0,4 K

 

Die höchsten positiven Abweichungen konnten Mitterdarching 2,7 K

Hechingen-Stein 2,4 K

Frabertsham 2,1 K

Wolfach 1,8 K

Frankfurt-Bornheim 1,7 K

für sich verzeichnen.

Die Höchstwerte der Temperatur traten vorwiegend am 5. des Monats auf. Hierbei registrierten die Stationen

Kleve 35,3 °C

Köln-Weiß 34,7 °C

Frankfurt-Bornheim 34,6 °C

Doberlug-Kirchhain 34,5 °C

Kiedrich 34,5 °C

die höchsten Maximaltemperaturen.

Es gab im Juni 9 Stationen ohne einen heißen Tag. Die meisten heißen Tage meldete Frankfurt-Bornheim mit 5 Tagen.

Alle meldenden Stationen hatten mindestens einen Sommertag.

Hierbei waren

Kiedrich und Frankfurt-Bornheim mit16 Tagen die Spitzenreiter, während es in Zenting-Daxstein nur für 1 Sommertag reichte.

Lediglich Bitz-Degerfeld meldete einen Frosttag.

Die tiefsten Temperaturen registrierten

Bitz-Degerfeld -0,1 °C

Pretsch 0,9 °C

Jänickendorf 2,4 °C

Berlin-Friedrichshagen 2,6 °C

Kall 3,1 °C

Die kältesten Tage wurden meist am 16. des Monats registriert.

Nur Bitz-Degerfeld meldete 2 Tage mit Bodenfrost.

Als tiefste Temperatur am Boden vermeldete die Messstelle Bitz-Degerfeld -1,3 °C am 11.

Das Mittel der relativen Luftfeuchtigkeit der meldenden Stationen lag bei 70 %.

Es gab im Juni 2015 mit 72 % wiederum eine negative Niederschlagsbilanz der meldenden 52 Stationen, wobei die Niederschlagsverteilung von Süden nach Norden abnahm.

Die höchsten Niederschlagsmengen vermeldeten die Stationen

 

Pfronten 165,2 mm

Mitterdarching 152,4 mm

Oberstaufen 143,5 mm

Zenting-Daxstein 142,5 mm

München-Harthof 133,4 mm.

Die geringsten Niederschlagsmengen konnten dagegen an den Stationen Kühlungsborn 20,1 mm

Eisleben 24,5 mm

Neumünster 25,2 mm

Hohenwulsch 27,7 mm

Bismark 30,4 mm

gemessen werden.

In der prozentualen Bilanz führten

Zenting-Daxstein 124 %

München-Harthof 116 %

Walldorf 112 %

Doberlug-Kirchhain 106 %

GG-Dornheim 99 %

die Rangliste an.

Die geringsten prozentualen Mengen fielen dagegen an den Stationen in Neumünster 31 %

Arnsberg 39 %

Hohenwulsch41 %

Bitz und Kühlungsborn 42 %

Die höchste Tagesniederschlagsmenge konnte die Station München-Harthof mit 41,7 mm am 07. messen.

Die Anzahl der Tage mit messbarem Niederschlag lag zwischen 17 in Hechingen-Stein und 8 in Eisleben.

Die meisten Sonnenstunden konnten im Juni die Stationen

Jänickendorf 227 Stunden

F-Sachsh. und Darmstadt 226 Stunden

Köln-Weiß 224 Stunden

Mühlanger 217 Stunden

für sich verbuchen.

Die wenigste Sonnenscheindauer verzeichneten dagegen

Doberlug-Kirchhain 162 Stunden

Michelstadt 168 Stunden

Olbernhau 171 Stunden

Wolfach 175 Stunden

Bitz und Kiedrich 177 Stunden.

Prozentual gesehen waren die Spitzenreiter hier Doberlug-Kirchhain 144 %

und Darmstadt 109 %.

Schlusslicht bildeten hier

Michelstadt 80 % und Neuenhagen 82 %, wobei die Stationen mit einem Überschuss überwogen.

Heitere Tage gab es im Durchschnitt 5, trübe Tage dagegen 7.

Die höchste Windspitze erreichte die Station   Bitz mit 19,4 m/s.

Das Mittel an Tagen mit Windspitzen über Beaufort 6 (windige Tage) lag bei 4, das Mittel an Tagen mit stürmischen Wind (Bft 8) lag bei 0, den Höchstwert bei den windigen Tagen hatte die Station Darmstadt mit 16 Tagen. Bei den stürmischen Tagen war es Schobüll mit 1 Tag.

Der Luftdruck hatte im Mai ein Mittel von 1016,7 hPa.

An 3 Stationen (Hohenwulsch, Doberlug-Kirchhain, Olbernhau) gab es keinen Gewittertag. Spitzenreiter bei den Gewittertagen waren hier München-Harthof mit 8 Tagen, gefolgt von Hechingen-Stein, Westheim, Mitterdarching und Zenting-Daxstein mit jeweils 7 Gewittertagen.

©Marco Ringel, Frank Beranek

 

 

Kurzmeldungen der Stationen

 

Salzwedel

Wenn wir in den Monat Juni zurückblicken, ist bei der mittleren Temperatur kaum eine Abweichung zum langjährigen Mittelwert festzustellen. Der Monatsanfang hatte beides dicht beieinander: die Höchst- und die Tiefstwerte. Allerdings blieben wir trotz Sandbodens von Bodenfrost verschont. Markant ist wiederum das Defizit der Niederschlagsmenge. Nur 33.6 mm Niederschlag über den Monat. Das war eine sehr trockene Zeit.

 

Berlin-Rahnsdorf

Der Juni war insgesamt durchschnittlich. Allerdings setzte sich das extrem trockene Frühjahr weiter fort: auf etwas Regen am 1. folgte erst mal eine teils sogar sommerliche, vor allem aber niederschlagsfreie Periode bis zum 10. notreifes Getreide und staubige Wege bestimmten das Bild. Zum Glück folgten dann ab 17. jedoch einige Niederschläge (mit ca. 15 l/m² wurde am 23. auch fast die "Höchstmarke" 2015 vom 9.1. (!) erreicht...) Ab 29. dann wieder zunehmend sommerlich.

 

Kleve

Nach kühlem Beginn erste Kostprobe des Sommers mit einem sehr heißen Tag; die Temperatur am Vortag war um 9°, am Folgetag um 11° niedriger. Die zweite Dekade begann warm, ab Monatsmitte folgte die Schafkälte wobei vom 19. bis zum 23. mit einer Ausnahme die Tagesmaxima unter 20° lagen und es empfindlich kalte Nächte gab. In dieser Zeit der meiste Regen. Zum Monatsende dann stetig wärmer.

 

Ahlen/Westfalen

Der Juni präsentierte sich in Ahlen normal temperiert, war dabei mit 48 % des normalen Niederschlags aber zu trocken. Sehr präsent war dieses Jahr die Schafskälte. In dien Zeitraum fallen die tiefsten Nachttemperaturen mit 5,7 Grad, auch tagsüber blieb es frisch. Bemerkenswert, dass es nur 2 leichte Gewitter an der Station zu vermelden gab.

 

Arnsberg

Obwohl der 1. Sommermonat oft als zu kühl empfunden wurde, war er mit durchschnittlich 15.8°C schließlich doch noch um 1.0 K zu warm. Dazu beigetragen haben die relativ hohen Mittelwerte der 1. Dekade und zum Monatsende. Besonders auffallend war wiederum die nun schon seit Februar andauernde Trockenheit, die sich weiter verschärfte. Mit 40 mm fiel gerade mal 39% der Junisumme.

 

Eisleben

Starkes Niederschlagsdefizit in der Hauptwachstumsphase: Im Zeitraum April bis Juni nur 65.6 mm = 47% bei leicht über normaler Temperatur (Abw. +0.6°C).

 

Köln-Weiß

Die Junitemperatur entsprach genau dem langjährigen Mittelwert, die Sonnenscheindauer war überdurchschnittlich. Es regnete erneut zu wenig.

 

Großen Buseck

Luftdruck Min. 1005.6 hPa am 23., Max. 1029.2 hPa am 04., Spitzenwind 50 km/h am 01. Windrichtungsmittel SE.

 

Elz

Trotz gefühlten kühlen Junis ergab sich ein leichter Temperaturüberschuss dank der ersten und letzten Juniwoche. Der Regen kurz nach Monatsmitte konnte die Trockenheit kurzfristig etwas mildern, aber bei weitem nicht kompensieren. Es fielen nur etwas mehr als die Hälfte des Niederschlagssolls.

 

F-Bornheim

Die Trockenheit seit Februar wurde jetzt erstmal unterbrochen.

 

Mühlheim a.M.

Fünfter zu trockener Monat in Folge. Niederschlagssumme 01.01.-30.06.2015 = 209.8 mm = 65% des langjährigen Mittels (323 mm).

 

Neu-Isenburg

Die Regenfälle der 2. Monatshälfte linderten die große Trockenheit etwas. Der Landregen am 22. brachte mit 16,6 mm erstmals seit dem 3.1. eine Tagessumme über 10 mm.

 

Darmstadt

Am 27. 18.1 mm in 15 Minuten. Im 5. Monat in Folge ist die Hauptniederschlagsmenge in der letzten Woche des Monats gefallen.

 

Gernsheim

Mittlere Windgeschwindigkeit: 3,2 m/s Tage mit Nebel: 0 1. Dekade:19,1°C (18,7°C 2,4K) 5,2mm ( 18%) 2. Dekade:17,9°C (18,1°C 0,8K) 15,8mm ( 65%) 3. Dekade:18,1°C (18,1°C -0,1K) 35,8mm (156%) Temperaturen in Klammern: (Tx+Tn)/2 und Abweichung gegen 1961-1990

 

München-Harthof

Alle 8 Gewittertage in der Zeit vom 1.-16.6.! Kein Nebel, 12 Tage mit Alpensicht. Insgesamt recht unspektakulär.

 

Mitterdarching

1 Tag mit Nebel und Nebelnässe (10.). Dominierende Windrichtung: WSW. 2 Tage mit Hagel (am 06. bis 3 cm Durchmesser). Höchstes Tagesmittel der Temperatur am 06. mit 21.3°C. Höchstes Temp-Minimum am 15. mit 14.3°C. Max. Luftdruck: 1024.0 hPa am 07., Min. Luftdruck: 1003.8 hPa am 23. Min. rel. Luftfeuchtigkeit: 44% am 30.

Peter Süßmann, Darmstadt, den 23.07.2015

 

 

Wettergrafiken

 

 

 

 

Grafiken von Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein der Referenzstationen

 

 

 

 

 

 

Grafiken von Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein der Stationen in Süd- und Mittelhessen

 

Der Juni 2015 war etwas abwechslungsreicher als seine Vorgängermonate.

Zumindest die zweite Hälfte war durchwachsen. Jedoch war es zuvor teilweise sehr warm, bzw. auch schon heiß. So wurden die höchsten Werte bereits am 5. Juni gemessen mit Spitzenwerten von 34,5 in Kiedrich, und 34,2 in Offenbach-Bürgel.

Nass wurde es ab dem 16.6., am 22.6. fielen in Mühlheim 22mm und in F-Sachsenhausen 20,4mm. Auch gab es am 26./27. z.T. kräftige Schauer und Gewitter, besonders stark in Trebur und Groß-Gerau Nord mit 30mm bzw. 25mm. Aber auch an der Station in Bad Kreuznach gab es am 12.6. bereits ein schweres Gewitter, das 34mm brachte.

Insgesamt endete der Monat rund 1K zu warm. Auch die Sonne zeigte sich knapp mehr als üblich mit im Schnitt 220-230 Stunden. Niederschlag fiel dagegen etwas zu wenig, rund 70% des normal üblichen waren es am Ende. Am nassesten war es in Bad Kreuznach und Walldorf mit 76mm bzw. 68mm. Am trockensten war es an den Stationen in Heuchelheim und Biblis mit 37mm bzw. 41mm.

 

 

 

Verteilungskarten

 

 

 Temperaturverteilung
Niederschlagsverteilung
Abweichung der Temperatur
Abweichung des Niederschlages
Heiße Tage
Sommertage
Luftdruck

Marco Ringel

 

 

Abweichungen

 

 

Relativgrafiken und Ereignisstage der VdA-Wetterstationen für den juliuar 2015

 

 

(Vergrößerung durch anklicken der Grafiken!)

ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Sommertage, Heiße Tage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Eistage, Frosttage und Bodenfrosttage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Gewittertage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda_mitglieder2015/2015_06/vda-Stationen 
Abweichung der Temperatur vom Normalwert in Kelvin
ChartObject Prozentuale Erfüllung der Niederschlagssumme vom Normalwert (1961-1990) der http://www.vda-klima.de/vda-Stationen
Erfüllung des Niederschlages vom Normalwert in Prozent
 
Erfüllung der Sonnenscheindauer vom Normalwert in Prozent

 

 

 

 

 

 


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