VdA - Verband der deutschspr. Amateurmeteorologen

Monatlicher Witterungsbericht für den Juli 2016

 

 

Witterung an den VdA-Stationen

 

An dieser Stelle nun der Witterungsbericht der VdA-Stationen für den Juli 2016.

Auch der Juli präsentierte sich mit einer positiven Abweichung der Temperatur von 1,5 K und einer Durchschnittstemperatur von 19,4 °C der meldenden 44 Stationen zu warm.

Beim Niederschlag war es mit einem Durchschnitt von 79 % im Landestrend zu trocken.

Die Sonnenscheindauer betrug im   Juli dieses Jahres 92 %, war also leicht unter dem Durchschnitt.

Hier nun die einzelnen Stationsauswertungen:

Zunächst wieder die fünf Stationen mit den höchsten Temperaturmitteln im Juni 2016:

F-Bornheim                              22,4 °C

Offenbach-Bürgel                     21,2 °C

Bismark und                            

Walldorf je                              20,9 °C

Erlensee                                  20,8 °C

Die tiefsten Mittelwerte meldeten folgende Stationen:

Bitz-Degerfeld                          15,4 °C

Bitz                                          16,8 °C

Oberstaufen                             17,1 °C

Zenting-Daxstein                      17,2 °C

Schobüll                                  17,4 °C

Es gab wieder nur positive Abweichungen. Die fünf Stationen mit den höchsten positiven Abweichungen waren hier:

Bismark                                               3,2 K

F-Bornheim                              2,8 K

Mitterdarching                          2,7 K

Pretsch                                    2,5 K

Eisleben                                  2,4 K

 

Die Höchstwerte der Temperatur traten vorwiegend am 20. des Monats auf.

Hierbei registrierten die Stationen

Kleve                                       37,1 °C

F-Bornheim                              36,4 °C

Darmstadt                                35,7 °C

Alzenau                                                35,5 °C

Erlensee                                  35,3 °C

die höchsten Maximaltemperaturen.

Mit 8 heißen Tagen konnte die Station F-Bornheim die meisten heißen Tage registrieren. Lediglich Neumünster, Olbernhau, Bitz-Degerfeld, Bitz und Zenting-Daxstein konnten lagebedingt keinen heißen Tag registrieren.

Es gab im Juli jahreszeitlich bedingt viele Sommertage. Wobei hier Pretsch mit 24 Tagen der Spitzenreiter war. Nur in Zenting-Daxstein gab es auch keinen Sommertag.

Die tiefsten Temperaturen registrierten

Bitz-Degerfeld                                      0,4 °C

Oberstaufen                                       4,3 °C

Olbernhau                                            4,7 °C

Pegnitz                                                6,0 °C

Bitz, Großen Buseck und

Jänickendorf jeweils                             6,8 °C  

Die kältesten Tage wurden meist am 16. des Monats registriert.

Als tiefste Temperatur am Boden vermeldete die Messstelle Bitz-Degerfeld -0,5 °C am 7.

Das Mittel der relativen Luftfeuchtigkeit der meldenden Stationen lag bei 74 %.

Es gab im Juli 2016 mit 79 % eine unterdurchschnittliche Niederschlagsbilanz der meldenden 50 Stationen, wobei es regional wieder sehr große Unterschiede gab.

Die höchsten Niederschlagsmengen vermeldeten folgende Stationen:

Oberstaufen                             224,8 mm

Mitterdarching                          203,7 mm

Pfronten                                  179,8 mm

Zenting-Daxstein                      162,4 mm

Frabertsham                             149,6 mm

Die geringsten Niederschlagsmengen konnten dagegen an den Stationen

Köthen                                    17,2 mm

Kiedrich                                               24,2 mm

Eisleben                                  26,7 mm

Michelstadt                              27,4 mm

Großen Buseck                        28,0 mm

gemessen werden.

In der prozentualen Bilanz führten

Offenbach-Bürgel                     154 %

Großerkmannsdorf                   134 %

Mühlheim a.M.                          126 %

Kleve                                       119 %

Pegnitz                                    118 %

die Rangliste an.

Die geringsten prozentualen Mengen fielen dagegen an den Stationen in

Köthen und

Michelstadt je                           28 %

Berlin-Friedrichshagen 38 %

Kiedrich                                               39 %

Berlin-Rahnsdorf                      40 %

Köln-Weiß                                42 %

Die höchste Tagesniederschlagsmenge konnte die Station Mitterdarching mit 67,5 mm am 23. messen.

Die Anzahl der Tage mit messbarem Niederschlag lag zwischen 20 Tagen in Neumünster und 3 in Michelstadt.

Die meisten Sonnenstunden konnten im Juli die Stationen

Bitz                              257 Stunden

Wolfach                                   249 Stunden

Jänickendorf                240 Stunden

Bismark und

F-Bornheim je               219 Stunden

für sich verzeichnen.

Die wenigste Sonnenscheindauer verzeichneten dagegen

Jessen                         86 Stunden

Köln-Weiß                    159 Stunden

Michelstadt                  166 Stunden

Neumünster                  168 Stunden

Neuenhagen                 173 Stunden

Prozentual gesehen war der Spitzenreiter hier

Wolfach 120 %.

Schlusslicht bildete hier Jessen mit 37 %. Die Stationen mit einem Überschuss überwogen hier ganz klar.

Heitere Tage gab es im Durchschnitt 3, trübe Tage dagegen 8.

Die höchste Windspitze erreichte die Station   Jessen mit 29,7 m/s.

Das Mittel an Tagen mit Windspitzen über Beaufort 6 (windige Tage) lag bei 3, das Mittel an Tagen mit stürmischen Wind (Bft 8) lag bei 0. Den Höchstwert bei den windigen Tagen hatte die Station Jänickendorf mit 13 Tagen. Bei den stürmischen Tagen war es die Station Jessen mit 3 Tagen.

Der Luftdruck hatte im Juli ein Mittel von 1015,8 hPa.

Bis auf Hohenwulsch gab es an allen Stationen mindestens 1 Gewittertag. Spitzenreiter war hier Zenting-Daxstein mit 11 Tagen.

©Marco Ringel, Frank Beranek

 

 

Kurzmeldungen der Stationen

 

Salzwedel

Leicht unterkühlt ging es in den Monat Juli. Aber mit zunehmender Zeit erwärmte sich die Luft dann unter Hochdruckeinfluss doch relativ schnell, so dass immerhin ein Spitzenwert von 34.9°C erreicht wurde. Die Niederschlagsmenge von 53 mm liegt unter der Mittelwertmarke. In der Summe: etwas wärmer als der Mittelwert, mäßiger Niederschlag bei gebremster Sonnenstundenzahl - Sommer im Mittelmaß.

 

Berlin-Rahnsdorf

Der Juli war nur mäßig warm und dabei recht trocken. Die Siebenschläferregel bestätigte sich eindrucksvoll bestätigt: es blieb beim Auf und Ab, so wie es sich zum "Siebenschläferzeitraum" angedeutet hatte, z.B. 9.-10.-11.: 22-32-27°C HT. Eine richtige lange sommerliche Hitzeperiode gab es nicht, und so hielten sich trotz des lokal geringeren Niederschlags (aufgrund der geringeren Intensität der Gewitter) die Trockenschäden in Grenzen.

 

Kleve

Durchwachsener Monat. In der zweiten Monatshälfte fiel an einem Tag fast genau soviel Regen wie in der gesamten ersten Monatshälfte und war durch drückende Schwüle gekennzeichnet. Seit den 90er Jahren gibt es fast keinen Sommer mehr ohne einen 35er Hitzetag.

 

Ahlen/Westfalen

Ein zu warmer und trockener Monat. Und das, obwohl es keine lang anhaltende sommerliche Phase gab. Es dominierte eine Westströmung, teilweise herrschten geringe Luftdruckgegensätze vor. Lediglich kurze Zwischenhochphasen sorgten für kurze sommerliche Phasen. Im Ganzen gab es in Deutschland eine Zweiteilung, im Süden oftmals Hochdruck in Norden tiefer Luftdruck.

 

Arnsberg

Wie im Juni war das Wetter auch im Juli oft durch atlantische Tiefdruckgebiete geprägt. Schönwetterlagen gab es selten. Allenfalls das Hoch Zacharias, gefolgt vom Hoch Axel, bescherten vom 07.-11. des Monats ideales Sommerwetter bei angenehmen Temperaturen. Nur kurz stöhnte Arnsberg Ende der 2. Dekade unter großer Hitze bis 33.8°C (20.), abgelöst durch Schauer mit Gewittern. Alles in allem bisher ein typisch mitteleuropäischer Sommer.

 

Eisleben

Das war der 4. Juli hintereinander mit einer positiven Temperaturabweichung über 2°C im Vergleich zur Referenzperiode 1961-90. Seit 1991 war das Monatsmittel elfmal über 2°C wärmer. In den 38 Jahren von 1953-1990 kam das nur fünfmal vor. Außerdem war es mit 26.7 mm sehr trocken. Unter 30 mm Niederschlag gab es seit 1991 nur 2003 und 2006, sowie 1991 und 1999. Das waren auch immer sehr warme Monat mit mindestens 2° Abweichung nach oben.

 

Köln-Weiß

Der Monat war nach dem nassen Juni erheblich zu trocken. 3/4 der Gesamtmenge fiel an den letzten 4 Tagen. Insgesamt waren es nur 42 % der langjährigen Monatsmenge. Die Sonne schien etwas zu wenig, die Temperatur lag um 0,8 ° über dem Mittel.

 

Großen Buseck

Luftdruck Min. 1009.7 hPa am 10., Max. 1027.0 hPa am 16. Spitzenwind 38.6 km/h am 22. Windrichtungsmittel: S.

 

Elz

Auch der Julie zu warm und zu nass - wie bereits alle Monate in 2016. Am Abend des 23. fallen rekordverdächtige 34.5 mm Regen binnen zwei Stunden.

 

Alzenau

Am Abend des 23. in unmittelbarer Nähe rund um Alzenau heftige Gewitter mit Starkregen und großen Regenmengen, so dass Keller und Straßen überflutet wurden. In Alzenau selbst aber nur 0.4 mm.

 

F-Bornheim

Recht warm und der erste zu trockene Monat des Jahres, aber nur ganz knapp.

 

Darmstadt

In der 1.+2. Dekade nur 2 Tage mit Niederschlag mit 10.0 mm. Heftiger Schauer am 28.: In 25 Min. 15 mm Niederschlag.

 

Gernsheim

Mittlere Windgeschwindigkeit: ELV: 2,6 m/s Mittlere Windgeschwindigkeit: Davis: 1,7 m/s Tage mit Nebel: 0 Daten ELV (alte Wetterstation) Mittel: 20,7°C 1. Dekade:19,5°C (19,0°C 0,3K) 4,2mm ( 18%) 2. Dekade:20,5°C (20,2°C 1,2K) 8,6mm ( 35%) 3. Dekade:22,0°C (22,4°C 3,0K) 31,6mm (123%) Temperaturen in Klammern: (Tx+Tn)/2 und Abweichung gegen 1961-1990

 

Wolfach

Erster Monat in diesem Jahr mit einem Niederschlagsdefizit. Nach dem sehr nassen Juni endlich ein Abtrocknen der Böden möglich.

 

München-Harthof

Am 23. morgens dichter Nebel. Trotz aller Unkenrufe kein schlechter Sommermonat und sogar etwas zu trocken. An 13 Tagen Alpensicht.

 

Mitterdarching

1 Tag mit Hagel. 1 Tag mit Nebel. Dominierende Windrichtung: WSW. Max. Luftdruck: 1026.4 hPa am 16., Min. Luftdruck: 1008.8 hPa am 11. Min. rel. Luftfeuchtigkeit: 33% am 08. Gewittersturm am 23. mit Hagel, Windstärke 10 und 54 mm Niederschlag innerhalb einer Stunde.

 

Peter Süßmann, Darmstadt, den 17.08.2016

 

 

Wettertabellen

 

 

 

 

Wettergrafiken

 

 

 

 

Grafiken von Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein der Referenzstationen

 

 

 

 

 

 

Grafiken von Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein der Stationen in Süd- und Mittelhessen

 

Der Monat Juli 2016 war ein überwiegend warmer Monat mit etwas zu geringen Niederschlagsmengen.

Der heißeste Tag in diesem Monat war der 20.7. mit Temperaturen von teils über 35 Grad, so wie in Darmstadt-Wixhausen

mit 35,7 Grad. Gewittrig war vor allem der 22. und 23.7. hier traf es abermals Offenbach, Mühlheim sowie die Vorderpfalz.

Somit war es am Ende in Offenbach am Nassesten in diesem Monat mit rund 98mm, gefolgt von Worms mit 89mm.

Am trockensten blieb es hingegen in Bad Kreuznach mit nicht mal 20mm.

 

Insgesamt war es jedoch leicht zu trocken im Juli, aber auch die Sonne machte sich rar, etwas zu wenig Sonne am Ende

mit nur rund 90%. Jedoch endete der Monat trotzdem rund 1,5K wärmer als normal üblich.

 

Florian Besinger – Station Mörfelden-Walldorf - im August 2016

 

 

 

Verteilungskarten

 

 

 Temperaturverteilung
Niederschlagsverteilung
Abweichung der Temperatur
Abweichung des Niederschlages
Heiße Tage
Sommertage
Luftdruck

Marco Ringel

 

 

Abweichungen

 

 

Relativgrafiken und Ereignisstage der VdA-Wetterstationen für den Juli 2016

 

 

(Vergrößerung durch anklicken der Grafiken!)

ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Sommertage, Heiße Tage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Eistage, Frosttage und Bodenfrosttage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Gewittertage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-
            klima.de/vda_mitglieder2016/2016_07/vda-Stationen 
Abweichung der Temperatur vom Normalwert in Kelvin
ChartObject Prozentuale Erfüllung der Niederschlagssumme vom Normalwert (1961-1990) der http://www.vda-
            klima.de/vda-Stationen
Erfüllung des Niederschlages vom Normalwert in Prozent
 
Erfüllung der Sonnenscheindauer vom Normalwert in Prozent

 

 

 

 

 

 


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