Daxstein-Wetter

Monatlicher Witterungsbericht für den Januar 2017

 

 

Witterung an den VdA-Stationen

zu kalt, zu trocken und sonnenscheinreich

 

An dieser Stelle nun wie immer der monatliche Witterungsbericht für den Januar 2017.

 

Der Januar 2017 präsentierte sich im Schnitt der 46 meldenden Stationen deutlich unter dem langjährigen Temperaturmittel. Dabei lag das Temperaturmittel bei -1,9 °C , die Abweichung betrug -1,5 K. Beim Niederschlag gab es mit einem Durchschnitt von 79 % im Landestrend eine Unterversorgung mit Niederschlag.

Die Sonnenscheindauer betrug im   Januar diesen Jahres überdurchschnittliche 167 %.

Hier nun die einzelnen Stationsauswertungen:

Zunächst wieder die fünf Stationen mit den höchsten Temperaturmitteln im Januar 2017:

Kleve                                       1,5 °C

Schobüll                                   1,3 °C

Horneburg                                0,9 °C

Neumünster                              0,5 °C

Köln-Weiß                                0,4 °C

Die tiefsten Mittelwerte meldeten folgende Stationen:

Bitz-Degerfeld               -7,0 °C

Mitterdarching               -5,6 °C

Frabertsham                             -4,8 °C

Pegnitz                        -4,7 °C

Olbernhau                                -4,6 °C

Es gab meist negative Abweichungen. Hier die fünf Stationen mit den höchsten negativen Abweichungen:

Hechingen-Stein                       -4,1 K

Olbernhau                                -3,6 K

Bitz      und

Mitterdarching jeweils    -3,2 K

Wolfach                                   -3,1 K

Die Höchstwerte der Temperatur traten vorwiegend am 29. des Monats auf.

Hierbei registrierten die Stationen

Arnsberg                                  10,8 °C

Ahlen/Westfalen                       10,5 °C

Pretsch                                    10,0 °C

Bitz-Degerfeld und

Bitz je                                      9,8 °C

die höchsten Maximaltemperaturen.

Es traten, jahreszeitlich bedingt, sehr viele Frosttage auf, die meisten verzeichnete hier Zenting-Daxstein mit 31 Frosttagen, die wenigsten Frosttage registrierte Köln-Weiß mit 15 Tagen.

Ebenfalls gab es im Januar viele Eistage. So meldete Bitz-Degerfeld 22 Eistage, Horneburg und Schobüll meldeten jeweils nur 2 Eistage.

Die tiefsten Temperaturen registrierten

Bitz-Degerfeld                           -33,0 °C

Mitterdarching                           -22,9 °C

Pegnitz                                    -20,4 °C

Schillingsfürst                                       -19,1 °C

Olbernhau                                            -18,6 °C

Die kältesten Tage wurden meist um den 07. des Monats registriert.

Als tiefste Temperatur am Boden vermeldete die Messstelle Bitz-Degerfeld -33,8 °C am 06.

Alle meldenden Stationen hatten im Januar mindestens 19 Bodenfrosttage (Kleve). 6 Stationen hatten 31 Tage mit Bodenfrost zu vermelden.

Das Mittel der relativen Luftfeuchtigkeit der meldenden Stationen lag bei 86 %.

Es gab im Januar 2017 mit 79 % eine unterdurchschnittliche Niederschlagsbilanz der meldenden 46 Stationen.

Die höchsten Niederschlagsmengen vermeldeten folgende Stationen:

Zenting-Daxstein                       119,2 mm

Wolfach                                   112,8 mm

Mitterdarching               103,6 mm

Olbernhau                                82,6 mm

Neuenhagen                             71,9 mm         

Die geringsten Niederschlagsmengen konnten dagegen an den Stationen

F-Sachsenhausen                     20,2 mm

Bitz                                         22,2 mm

Köthen                                     23,2 mm

GG-Dornheim                           23,6 mm

Darmstadt                                24,6 mm

gemessen werden.

In der prozentualen Bilanz führten

Pretsch                                    173 %

Neuenhagen                             170 %

Jüdenberg                                152 %

Mühlanger                                141 %

Berlin-Rahnsdorf                       134 %

die Rangliste an.

Die geringsten prozentualen Mengen fielen dagegen an der Station Bitz mit 24 %.

Die höchste Tagesniederschlagsmenge konnte die Station Kleve mit 25,7 mm am 12. messen.

Die Anzahl der Tage mit messbarem Niederschlag lag zwischen 23 Tagen in Großerkmannsdorf und 7 in Salzwedel.

Lediglich Horneburg meldete keinen Tag mit einer geschlossenen Schneedecke.

Die höchsten Schneedecken registrierten die Stationen

Zenting-Daxstein                       75 cm

Olbernhau                                 65 cm

Mitterdarching               37 cm

Pegnitz                        27 cm

Wolfach und

Frabertsham je              24 cm

Die Höchstwerte traten vorwiegend am 16. des Monats auf.

Die höchsten Neuschneesummen konnten an den Stationen

Zenting-Daxstein                       131 cm

Olbernhau                                80 cm

Mitterdarching               72 cm

Wolfach                                   51 cm

gemessen werden.

Die meisten Sonnenstunden konnten im Januar die Stationen

F-Sachsenhausen und

Schillingsfürst je            100 Stunden

Bitz                              92 Stunden

Pegnitz             91 Stunden

Gernsheim                    89 Stunden     

für sich verzeichnen.

Die wenigste Sonnenscheindauer verzeichneten dagegen

Neuenhagen                 29 Stunden

Michelstadt                   42 Stunden

Neumünster                  55 Stunden

Jänickendorf                 58 Stunden

Salzwedel                     65 Stunden      

 

 

 

Die Stationen mit einem Überschuss überwogen hier klar.

Prozentual gesehen war der Spitzenreiter hier

Schillingsfürst mit satten 252 %. Schlusslicht bildete hier Neuenhagen mit 53 % Sonnenschein..

Heitere Tage gab es im Durchschnitt 6, trübe Tage dagegen 15.

Die höchste Windspitze erreichte die Station   Gernsheim mit 26,4 m/s.

Das Mittel an Tagen mit Windspitzen über Beaufort 6 (windige Tage) lag bei 4, das Mittel an Tagen mit stürmischen Wind (Bft 8) lag bei 1. Den Höchstwert bei den windigen Tagen hatte die Station Bitz mit 13 Tagen. Bei den stürmischen Tagen war es ebenso die Station Bitz mit 4 Tagen.

Der Luftdruck hatte im Januar ein Mittel von 1022,0 hPa.

Es gab jeweils 1 Gewittertag in Horneburg, Berlin-Fried., Eisleben, Mühlanger, Elz, Alzenau und Pegnitz,

©Marco Ringel, Frank Beranek

 

 

Kurzmeldungen der Stationen

 

Salzwedel

Kaltstart ins Jahr 2017. So darf man über die ersten Wochen des Jahres schreiben. Unter dem langjährigen Mittelwert ging es frostig ins neue Jahr. Die ausgeprägten Hochdrucklagen haben dazu entscheidend beigetragen. Zwischenzeitlich kam es zu kurzem Schneefall. Jedoch ist die Niederschlagsmenge insgesamt wieder negativ im Langzeitvergleich. Knapp über dem Mittelwert lagen die Sonnenscheinstunden. Kalter Monat.

 

Kleve

Nur an 2 Tagen gab es einen Temperaturmittelwert von über 5°, zweistellige Minusgrade blieben aus. In der ersten Dekade gab es nur am 7. eine dünne Schneedecke für einen Tag. In der Nacht zum 13. Übergang des Regens in Starkschneefall. Die daraus entstandene Schneedecke überstand zwei frostfreie Tage und konnte sich in geschützten Lagen bis Ende des Monats halten.

 

Ahlen/Westfalen

Der Januar war geprägt von Hochdrucklagen, in denen es teilweise winterlich kalt wurde. Immer wieder kam es zu Hochnebel. Ab dem Nachmittag des 07. kam es zu extremem Eisregen.

 

Arnsberg

Seit 2010 gab es erstmals wieder einen kalten Januar, dazu noch an 23 Tagen eine geschlossene Schneedecke von maximal 12 cm. Im Hochsauerland herrschten bei bis zu 60 cm Schneehöhe ideale Wintersportbedinungen. Seit Juni 2016 hat es nicht mehr ausreichend geregnet. Dank der großen Talsperren im Sauerland konnten die für die Wasserversorgung der Bevölkerung notwendigen Pegelständer der Flüsse bisher gehalten werden.

 

Eisleben

Das erste Januartemperaturmittel in diesem Jahrzehnt mit einem negativen Wert und negativer Abweichung. Vier Nächte mit strengem Frost zwischen -10.0°C und -11.5°C.

 

Köln-Weiß

Der 2. Wintermonat war zwar schneearm, aber mit -1,5° C um einiges zu kalt. Es war allerdings ein erneut zu trockener Monat. Die Sonnenscheindauer übertraf das langjährige Mittel erheblich.

 

Großen Buseck

Luftdruck Min. 983.1 hPa am 13., Max. 1041.1 hPa am 06. Spitzenwind 90 km/h am 13. Windrichtungsmittel SE.

 

Elz

Der kälteste Januar seit 2010. Nach Oktober, November und Dezember 2016 auch der Januar 2017 nicht bzw. nur gering zu mild. Seit August 2016 waren alle Monate zu trocken. 11 heitere Tage gab es seit Aufzeichnungsbeginn 1950 noch nicht in einem Januar.

 

F-Bornheim

Seit langem wieder mal ein zu kalter Monat. Schneehöhe bis auf den 11. immer nur wenige Millimeter.

 

Darmstadt

Kältester Januar seit 2010. Rekordverdächtige 28 Frosttage, überboten 1963 mit 29 Tagen. 2009 und 1955 ebenfalls 28 Tage. Erstaunlich: Anzahl der Eistage (6) völlig unauffällig. Die Sonnenscheindauer von 87.3h wurde zuletzt 2009 mit 90.7h überboten. Aber sehr ungleiche Verteilung: 1. Hälfte 22.3h, 2. Hälfte 65.0h. Am 13. bei Sturm Windspitze von 85 km/h und Luftdruckminimum von 986.6 hPa.

 

Gernsheim

Mittlere Windgeschwindigkeit: ELV: 3,1 m/s Mittlere Windgeschwindigkeit: Davis: 2,1 m/s Tage mit Nebel: 1 Daten ELV (alte Wetterstation) Mittel: 2,1°C 1. Dekade:-1,6°C (-1,8°C -2,4K) 8,9mm ( 58%) 2. Dekade:-0,3°C (-0,2°C -0,4K) 10,4mm (124%) 3. Dekade:-2,4°C (-2,3°C -4,5K) 6,1mm ( 39%) Temperaturen in Klammern: (Tx+Tn)/2 und Abweichung gegen 1961-1990

 

Schillingsfürst

Niederschlagsmengen im Landkreis Ansbach zwischen 14.6 mm in Gräbenwinden und 36.2 mm in Schillingsfürst. Kältester Januar seit 30 Jahren (1987: -6.1°C); am Erdboden kälteste Mitteltemperatur (-12.1°C) seit Aufzeichnungsbeginn 1948. Sonnigster Januar der Witterungsgeschichte mit 99.5h (bisher 2009: 82.7h). 9 heitere Tage sind Rekord; ebenso wie das Bewölkungsmittel von 4.8. Alle 31 Tage mit Eisdecke auf ruhenden Gewässern.

 

Pegnitz

Der kälteste Januar seit 30 Jahren.

 

Wolfach

Kältester Januar seit dreißig Jahren (1987), Am Monatsletzten nach kräftigeren Regenfällen und leichtem Tauwetter Abgang des Kinzigeises in einem beeindruckenden Schauspiel.

 

Bitz-Degerfeld

Tiefsttemperaturen 15 x unter -10°C, 13 x unter -20°C, 2 x unter -30°C.

 

Bitz

Nachtrag Dezember 2016: Minimale rel. Luftfeuchtigkeit 5% am 31.

 

München-Harthof

Wieder einmal ein winterlicher Januar. 6 Nebeltage und 7 Tage mit Alpensicht.

 

Mitterdarching

Dominierende Windrichtung: W. Max. Luftdruck: 1044.1 hPa am 06., Min. Luftdruck: 995.3 hPa am 13. Min. rel. Luftfeuchtigkeit: 44% am 01. Tiefstes Tagesmittel der Lufttemperatur: -13.3°C am 06. 2 frostfreie Tage am 13. und 31. 4 Tage mit Graupel, kein Nebeltag.

 

Peter Süßmann, Darmstadt, den 14.02.2017

 

 

Wettertabellen

 

 

 

Wettergrafiken

 

 

 

 

Grafiken von Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein der Referenzstationen

 

 

 

 

 

 

Grafiken von Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein der Stationen in Süd- und Mittelhessen

 

 


 

 

Verteilungskarten

 

 

 Temperaturverteilung
Niederschlagsverteilung
Abweichung der Temperatur
Abweichung des Niederschlages
Eistage
Frosttage
Luftdruck

Marco Ringel

 

 

Abweichungen

 

 

Relativgrafiken und Ereignisstage der VdA-Wetterstationen für den Januar 2017

 

 

(Vergrößerung durch anklicken der Grafiken!)

ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Sommertage, Heiße Tage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Eistage, Frosttage und Bodenfrosttage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Gewittertage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-
            klima.de/vda_mitglieder2017/2017_01/vda-Stationen 
Abweichung der Temperatur vom Normalwert in Kelvin
ChartObject Prozentuale Erfüllung der Niederschlagssumme vom Normalwert (1961-1990) der http://www.vda-
            klima.de/vda-Stationen
Erfüllung des Niederschlages vom Normalwert in Prozent
 
Erfüllung der Sonnenscheindauer vom Normalwert in Prozent

 

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