VdA - Verband der deutschspr. Amateurmeteorologen

Monatlicher Witterungsbericht für den Febuar 2015

 

 

Witterung an den VdA-Stationen

  

Normale Temperaturen, dabei deutlich zu trocken

  

Der Februar 2015 kann von den Temperaturen her gesehen als ein „normaler“ Monat eingestuft werden, dabei war er allerdings im Schnitt aller 66 meldenden Stationen deutlich zu trocken. Bei einer mittleren Temperatur von 1,1 °C entspricht das einer positiven Abweichung von lediglich 0,3 K (51 meldende Stationen).

Beim Niederschlag gab es lediglich einen Durchschnitt von 46 %, womit es an allen Stationen zum Teil deutlich unter dem Durchschnitt Niederschläge gab.

Die Sonnenscheindauer betrug im Februar diesen Jahres 118,5 %, die Sonnenscheindauer ist also als überdurchschnittlich zu bewerten.

Schauen wir uns jetzt also zunächst die höchsten Werte bei den monatlichen Temperaturmitteln an: hier hatte Frankfurt-Bornheim (3,4 °C), Kleve und Köln-Weiß (jeweils 3,3 °C), Offenbach-Bürgel (3,1 °C), sowie Horneburg (2,9 °C) die höchsten Werte aufzuweisen.

Die tiefsten Mittelwerte meldeten die Stationen Bitz-Degerfeld (-5,2 °C), Mitterdarching (-2,2 °C), Oberstaufen (-1,8 °C), Bitz (-1,7 °C), sowie Frabertsham (-1,6 °C).

Die höchsten positiven Abweichungen konnten Bismark (2,1 K), Annaburg (1,8 K), Kühlungsborn (1,6 K), Salzwedel (1,5 K), sowie Neumünster und Juliusruh (jeweils 1,4 K) für sich verzeichnen.

Die höchsten negativen Abweichungen verzeichneten Hechingen-Stein (-2,1 K), Westheim (-1,7 K), Grafing (-1,1 K), sowie Frabertsham und Walldorf (jeweils -0,9 K).

Die Höchstwerte der Temperatur traten vorwiegend am 20. des Monats auf. Hierbei registrierten die Stationen GG-Dornheim (13,1 °C), Frankfurt-Sachsenhausen (12,9 °C), Gernsheim (12,8 °C), Offenbach-Bürgel (12,7 °C) und Erlensee (12,6 °C)   die höchsten Maximaltemperaturen.

Es gab im Februar der Jahreszeit entsprechend an jeder Station mindestens 8 Frosttage. Spitzenreiter bei den Frosttagen waren Bitz-Degerfeld und Oberstaufen mit jeweils 28 Tagen. Die wenigsten Frosttage registrierten die Stationen Köln-Weiß (8 Tage) und Schobüll, Horneburg, Juliusruh, F-Bornheim, Offenbach-Bürgel (jeweils 10 Tage).

An 34 der 51 meldenden Stationen gab es mindestens einen Eistag. Hierbei führte Zenting-Daxstein mit 13 Tagen die Statistik an, gefolgt von Frabertsham (12 Tage) und Westheim (11 Tage).

Die tiefsten Temperaturen registrierten Bitz-Degerfeld (-24,9 °C), Hechingen-Stein (-13,4 °C), Mitterdarching (-13,3 °C), Pegnitz (-13,0 °C), sowie Külbingen (-12,3 °C).

Die kältesten Tage wurden meist um den 7. des Monats registriert.

An allen Stationen wurde Bodenfrost registriert. Hier reicht die Spannweite von 28 Tagen in Pegnitz und 14 Tagen in Neumünster.

Als tiefste Temperatur am Boden vermeldete die Messstelle Bitz-Degerfeld -26,1°C am 6.

Das Mittel der relativen Luftfeuchtigkeit der meldenden Stationen lag bei 84 %.

Es gab im Februar mit 46 % eine deutlich unterdurchschnittliche Niederschlagsbilanz der meldenden 56 Stationen, wobei die Verteilung von West nach Ost abnehmend war.

 Die höchsten Niederschlagsmengen vermeldeten die Stationen Oberstaufen (76,7 mm), Wolfach (58,5 mm), Köln-Weiß (53,0 mm), Kleve (47,7 mm), sowie Oelde-Sünninghausen (39,1 mm).

Die geringsten Niederschlagsmengen konnten dagegen an den Stationen Pretsch (6,6 mm), Jänickendorf (6,8 mm), Doberlug-Kirchhain (7,0 mm), Jessen (7,1 mm), sowie Berlin-Rahnsdorf (8,2 mm) gemessen werden.

In der prozentualen Bilanz führten Kiedrich (92 %), Schobüll (84 %), Köln-Weiß (82 %), Kleve (78 %), sowie Oberstaufen und GG-Dornheim (75 %) die Rangliste an.

Die geringsten prozentualen Mengen fielen dagegen an den Stationen in Berlin-Rahnsdorf (11 %), Jänickendorf und Zenting-Daxstein (jeweils 20 %), Bitz (21 %), sowie Pretsch, Olbernhau und Külbingen (jeweils 22 %).

Die höchste Tagesniederschlagsmenge konnte die Station Oberstaufen mit 18,2 mm am 1. messen.

Die Anzahl der Tage mit messbarem Niederschlag lag zwischen 4 in Annaburg und 20 in Kleve.

Bis auf Horneburg, Berlin-Friedrichshagen, Berlin-Rahnsdorf, Frankfurt-Sachsenhausen und Offenbach-Bürgel wurde an allen Stationen mindestens 1 Tag mit einer geschlossenen Schneedecke registriert.

Spitzenreiter war hier Bitz, Oberstaufen, Mitterdarching und Zenting-Daxstein mit jeweils 28 Tagen. Die höchsten Schneedecken registrierten die Stationen Oberstaufen (76 cm), Bitz (60 cm), Mitterdarching (41 cm) und Zenting-Daxstein (40 cm).

Die höchsten Neuschneesummen konnten an den Stationen Oberstaufen (95 cm), Mitterdarching (38 cm), Zenting-Daxstein (24 cm), sowie Hechingen-Stein (23 cm) registriert werden.

Die meisten Tage mit Niederschlag registrierten Kleve (20 Tage), Ahlen (18 Tage), sowie Arnsberg und Köln-Weiß (jeweils 17 Tage).

Mit 4 Tagen regnete es in Annaburg und Doberlug-Kirchhain an den wenigsten Tage.

Die meisten Sonnenstunden konnten im Februar die Stationen Bitz (128 Stunden), Mühlanger (127 Stunden), Jänickendorf (125   Stunden), sowie Olbernhau (124 Stunden) für sich verbuchen.

Die wenigste Sonnenscheindauer verzeichneten dagegen Michelstadt (31 Stunden), Neumünster (59 Stunden), Kiedrich (61 Stunden) und Darmstadt (71 Stunden).

Prozentual gesehen waren die Spitzenreiter hier Olbernhau (198 %) und Mühlanger (181 %). Schlusslicht bildeten hier Michelstadt (42 %) und Kiedrich (82 %).

Heitere Tage gab es im Durchschnitt 4 Tage, trübe Tage dagegen 11.

Die höchste Windspitze erreichte die Station   Jessen mit 20,6 m/s. Das Mittel an Tagen mit Windspitzen über Beaufort 6 (windige Tage) lag bei 3, das Mittel an Tagen mit stürmischen Wind (Bft 8) lag bei 0, den Höchstwert bei den windigen Tagen hatte die Station Neumünster mit 13 Tagen. Es gab 2 stürmische Tage (Beaufort 8) in Jänickendorf.

Der Luftdruck hatte im Januar ein Mittel von 1016,4 hPa.

Lediglich in Jessen gab es 1 Tag mit Gewitter, ansonsten blieben Gewitter in Deutschland Fehlanzeige.

©Marco Ringel, Frank Beranek

 

Kurzmeldungen der Stationen

 

Neumünster

Keine Daten vom Wind, Regen.

 

Salzwedel

Ein sehr trockener Februar liegt da hinter uns. Nur 10.8 mm Niederschlag über den Monat. Das ist schon ein Stück historisch. Die landesweite negative Abweichung von der Mitteltemperatur ist in Salzwedel nicht zu verzeichnen. Sogar das Gegenteil mit +1.5K Abweichung ist zu verzeichnen. Die Sonnenscheindauer liegt knapp über dem langjährigen Mittel. In Der Summe also ein frischer Monat mit sehr wenig Niederschlag.

 

Berlin-Rahnsdorf

Der Februar war recht mild und der trockenste seit Aufzeichnungsbeginn 1978. Nur vom 3.-6. lagen 3 cm Schnee. Ansonsten viel Sonne (12.-15., 17.-20. und noch einmal 24.-28.), jedoch nachts Frost. Zum Zufrieren des Müggelsees reichte es natürlich mit minimal -5° (6.) nicht.

 

Kleve

Ein Wintermonat ohne Temperaturextreme. Monatsanfang etwas zu kalt, das Monatsende dann etwas zu warm. Niederschlagsschwerpunkt zum Monatsende

 

Ahlen

Ein normal temperierter aber viel zu trockener Monat, in dem sich Hochdruckgebiete mit leichten Frostperioden, und unbeständiges, durch Tiefausläufer geprägte Wetterlagen abwechselten. Dabei gingen in den Nächten die Werte des Öfteren in den negativen Bereich zurück, es konnte sich aber nur an einem Tag eine Schneedecke von 2cm ausbilden. Bemerkenswert der hohe Luftdruck am 18. mit 1043,4 hPa.

 

Arnsberg

Mit 1.8°C war der Februar der kälteste Wintermonat 2014/15, aber dennoch um 0.5K zu warm. Schnee war mit maximal 6 cm Schneedecke wieder Mangelware. Lediglich im Hochsauerland kamen die Wintersportler bei bis zu 52 cm Schneehöhe (wie am 841m hohen Kahlen Asten) voll auf ihre Kosten.

 

Köln-Weiß

Das war der 1. Monat des Winters 2014/2015 der etwas zu kalt war. Größere Abweichungen gab es nur bei der der Niederschlagsmenge, die nur 80 % der Norm erreichte.

 

Großen Buseck

Luftdruck Min. 986.9 hPa am 01., Max. 1041.1 hPa am 18. Spitzenwind 65 km/h am 08. Windrichtungsmittel ESE.

 

Elz

1. Monatshälfte relativ kalt und sehr trocken, 2. Monatshälfte mild und nass. Nach Dez. und Jan. auch der Feb. zu mild, wenn auch nur gering. Somit war der Winter 2014/15 um 1.6K zu mild und mit 107% zu nass und damit deutlich kühler als der Mildwinter 2013/14.

 

F-Bornheim

Am 23. zwar Nassschneefall, es bildete sich aber keine Schneedecke.

 

F-Sachsenhausen

Bis zum Monatsende Blüte der Haselnuss, Schneeglöckchen und mancherorts der Krokusse.

 

Offenbach-Bürgel

Nur 54 % (22,6 mm) des langjährigen Niederschlags, dazu 0,5 K zu mild (3,1°C). 10 Frostnächte, kein Eistag, aber auch nur 3 Tage leicht über 10°C.

 

Gernsheim

Mittlere Windgeschwindigkeit: 2,8 m/s Tage mit Nebel: 0 1. Dekade: 0,3°C ( 0,6°C -1,8K) 3,3mm ( 23%) 2. Dekade: 1,3°C ( 1,2°C -0,3K) 0,0mm ( 0%) 3. Dekade: 4,3°C ( 4,6°C 2,0K) 21,2mm (221%) Temperaturen in Klammern: (Tx+Tn)/2 und Abweichung gegen 1961-1990

 

Külbingen

Trockenster Februar seit Aufzeichnungsbeginn 1976. Bisher 1998 mit 10.7 mm.

 

Wolfach

bereits der dritte Februar in diesem Dezennium mit einer negativen Temperaturabweichung, dagegen Dezember und Januar durchweg alle deutlich zu warm. Winter insgesamt um 1,3 Grad zu warm.

 

Westheim

Höchste Windböe 52 km/h am 09. Strahlungssumme 47.361 Wh/m2, max. Tagessumme 834 Wh/m2 am 10.

 

München-Harthof

Recht ruhiger Monat mit 7 Nebeltagen. Am 12. und 13. jeweils aus gefrierendem Nebel Industrieschneefall (am 13. morgens 1 cm Neuschnee daraus). Alpensicht an 6 Tagen.

 

Mitterdarching

6 Tage mit Nebel. Dominierende Windrichtung: WSW. Max. Luftdruck 1042.2 hPa am 18., Min. Luftdruck: 989.9 hPa am 01. Min. rel. Luftfeuchtigkeit: 38% am 27.

 

Peter Süßmann, Darmstadt, den 18.03.2015 

 

Wettertabellen

 

 

 

 

Wettergrafiken

 

 

 

 

Grafiken von Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein der Referenzstationen

 

 

 

 

 

 

Grafiken von Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein der Stationen in Süd- und Mittelhessen

  

Der Februar 2015 endete nur marginal zu mild gegenüber dem langjährigen Mittelwert 1961-1990. Nach dem Mittel von 1991 bis dato dagegen fast 1K zu kalt!

Auffällig war nach dem doch etwas „turbulenteren“ Vormonat, dass das Wetter wieder in die alte Bahn hin zu langweiligem, Hochdruck geprägtem Wetter zurückkehrte.

Der Monat lässt sich kurz zusammenfassen, leicht zu mild, leicht zu arm an Sonnenschein und deutlich zu trocken. Somit erübrigt es sich nach großen Highlights in dem Monat zu suchen, denn es gibt keine! Keine auffälligen Temperaturen, die herausstechen, keine auffälligen Niederschlagswerte und keine starken Wind- oder Schneeereignisse.

Somit bin ich schon quasi fast am Ende meines Berichtes angekommen, außer noch etwas für die Statistik. Die Temperaturabweichung lag im Mittel bei rund 0,5K zu warm, Niederschlag fiel etwa 50-60% des Mittels und die Sonne zeigte sich rund 90% vom Soll.

 

Florian Besinger – Station Mörfelden-Walldorf - im März 2015

 

 

 

Verteilungskarten

 

 

 Temperaturverteilung
Niederschlagsverteilung
Abweichung der Temperatur
Abweichung des Niederschlages
Eistage
Frosttage
Luftdruck

Marco Ringel

 

 

Abweichungen

 

 

Relativgrafiken und Ereignisstage der VdA-Wetterstationen für den Febuar 2015

 

 

(Vergrößerung durch anklicken der Grafiken!)

ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Sommertage, Heiße Tage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Eistage, Frosttage und Bodenfrosttage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Gewittertage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda_mitglieder2015/2015_02/vda-Stationen 
Abweichung der Temperatur vom Normalwert in Kelvin
ChartObject Prozentuale Erfüllung der Niederschlagssumme vom Normalwert (1961-1990) der http://www.vda-klima.de/vda-Stationen
Erfüllung des Niederschlages vom Normalwert in Prozent
 
Erfüllung der Sonnenscheindauer vom Normalwert in Prozent

 

 

 

 

 

 


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