Witterungsbericht April 2004

für Deutschland, Österreich und die Schweiz


Wie oft in den vergangenen 20 Jahren so war auch heuer der April von deutlich zu hohen Tem- peraturen geprägt: Zenting-Daxstein erlebte den 15. zu milden April seit 1985, nur in den Jah- ren 1990, 1991, 1992, 1997 und 2001 war er zu kalt (gemessen am Durchschnitt 1961 1990).

Nur ausgerechnet um die Osterzeit herrschten kühle Werte und Schneeregen-, Schnee- und Graupelschauer. Von der Mitteltemperatur her war es am 7. am kältesten (1,5°C). Der 30. hatte dagegen ein Mittel von 15,7°C. Am 5., 8. und 23. kam es zu Gewittern, die aber nur schwach waren. Nebel stellte sich an 3 Tagen ein, Alpensicht gab es nur am 21.

Der ganze Monat verlief arm an außergewöhnlichen Ereignissen:

Am 22. überschritt das Thermometer in der Südwesthälfte Deutschlands stellenweise die 25-Grad-Marke:  Gießen 25,0, Bad Kissingen 25,0, Bendorf und Freiburg im Breisgau 25,8 und Karlsruhe 26,2°C (aber auch in Rheinfelden in der Schweiz 25,2°C).

Der 23. brachte dann örtlich starke Gewitterniederschläge:

Seeg/Allgäu  39 mm
Kohlreit/NÖ  47 mm
Murnau   68 mm

Am 29. kam es öfter in Österreich zu Sommertagen:

Bregenz  25,1°C
Salzburg-Freisaal 26,1°C

Am 30. schließlich konnte man sich entlang des Rheins bis nach Rheinland-Pfalz und in Baden-Württemberg in tieferen Lagen an Sommertagen erfreuen:

Mainz/MM   26,5°C
Sinsheim   26,7
Mannheim/DWD  27,0
Mannheim-Flugplatz  27,1

In München gab es je nach Station Unterschiede, die ich schon länger verfolge und die mir auf einen Messfehler bzw. auf stationstypische Eigenheiten bei den Meteomedia-Örtlichkeiten hindeuten. Die Maxima vom 30.4. lauten:

Met. Institut/Theresienstr. 24,5°C
DWD/Helene-W.-Allee  24,7
Garching/Univ.station  25,0
Freimann/MM   27,0

Diese Ausreißer nach oben scheinen nicht reell zu sein, denn bei den Maxima gibt es gerade im Sommerhalbjahr nur geringe Unterschiede und im Stadtbereich sind die Maxima zu dieser Jahreszeit tendenziell eher etwas tiefer als im freien Umland.

Bei den Monatswerten von Temperatur, Sonnenschein und Niederschlag gibt es auch wenig Spektakuläres zu berichten. Die sonnigsten Orte lagen auf Fehmarn, Rügen und Hiddensee:

Arkona    246 Std.
Westermarkelsdorf  247
Hiddensee-Leuchtturm  252

Vereinzelt wurden recht tiefe Monatssummen des Niederschlags gemessen, ohne irgendwelche Rekorde zu gefährden:

Stuttgart-Schnarrenberg 14 mm
Zermatt /Wallis   13
Sion/Wallis   10

Wolfgang Webersinke, Daxstein, 15.5.2004

Letzte Aktualisierung 16.05.2004
Durch Wolfgang Webersinke