VdA - Verband der deutschspr. Amateurmeteorologen

Monatlicher Witterungsbericht für den August 2016

 

 

Witterung an den VdA-Stationen

 

Der August 2016 war im Mittel der Stationen mit -0,7 bis 2,8 Kelvin Abweichung wärmer als sein Normal, mit 21 bis 113 Prozent zu trocken und mit 43 bis 144 Prozent sonnenscheinnormal.

Bei den monatlichen Temperaturmitteln hatten die Stationen F-Bornheim (21,6), Walldorf (20,3), Gernsheim (20,0) und Erlensee (19,8) die höchsten Werte aufzuweisen. Die tiefsten Werte wurden an den Stationen Bitz-Degerfeld (14,6), Zenting-Daxstein (16,4), Olbernhau (16,5) und Bitz (16,5) gemessen. Im Vergleich zum langjährigen Mittel gab es überwiegend positive Abweichungen. So hatten F-Bornheim (2,8), Mitterdarching (2,0), Bismark (1,9) und Frabertsham (1,9) die deutlichsten Abweichungen aufzuweisen. Die Höchstwerte traten vorwiegend am 28. des Monats auf. Die höchsten Maxima registrierten die Stationen Pretsch (38,0), Bismark (37,0), Jessen (36,8) und Salzwedel (36,2). Es traten viele heiße Tage auf. Die meisten heißen Tage hatte die Station F-Bornheim mit 7, die wenigsten die Station Bitz-Degerfeld mit 0. Es traten außergewöhnlich viele Sommertage auf. Die Anzahl der Sommertage lag zwischen 20 in F-Bornheim und 0 in Zenting-Daxstein. Am tiefsten sank das Quecksilber in Bitz-Degerfeld (-0,3), Großen Buseck (1,6), Olbernhau (2,9) und Doberlug-Kirchhain (3,7). Im Mittel wurde der kälteste Tag am 7. registriert. Es traten vereinzelt Bodenfrosttage auf. Die Anzahl der Bodenfrosttage lag bei 1 in Großen Buseck. Als tiefste Temperatur am Erdboden registrierte die Messstelle in Großen Buseck -1,8 Grad Celsius am 11.

Das Mittel der relativen Luftfeuchtigkeit der Stationen lag bei 74 Prozent.

Die Niederschlagsverteilung war in Deutschland von Nord nach Süd aufsteigend. Die höchsten Niederschlagmengen konnten an den Stationen Oberstaufen (178,1), Pfronten (169,1), Mitterdarching (135,1) und Frabertsham (102,5) gemessen werden. Die geringsten Mengen konnten an den Stationen Eisleben (9,7), Bismark (14,9), Kühlungsborn (15,1) und Köthen (16,5) registriert werden. In der prozentualen Bilanz führten Schobüll (113), Berlin-Rahnsdorf (95), Kleve (90) und Oberstaufen (90) die Rangliste an. In Eisleben fielen hingegen nur 21 Prozent des Monatssolls. Die Anzahl der Tage mit messbarem Niederschlag lag zwischen 17 in Neumünster und 6 in Michelstadt. Die höchste Niederschlagsmenge konnte die Station Oberstaufen mit 49,2 am 04. messen.

Die meisten Sonnenstunden registrierten die Stationen in Bitz (268), F-Sachsenhausen (265), Gernsheim (258) und Jänickendorf (257). Am wenigsten schien die Sonne in Jessen (92), Neuenhagen (162), Doberlug-Kirchhain (192) und Neumünster (194). Prozentual gesehen reichte die Spanne von Doberlug-Kirchhain (144) bis Jessen (43), wobei die Stationen mit einem Überschuss klar überwogen. Heitere Tage gab es im Durchschnitt 9, trübe Tage dagegen 7.

Die höchste Windspitze konnte die Station Bitz mit 21,6 m/s messen. Das Mittel an Tagen mit Windspitzen über Beaufort 6 (windige Tage) lag bei 2, das Mittel mit Windspitzen über Beaufort 8 (stürmische Tage) lag bei 0. Den Höchstwert bei den windigen Tagen hatte die Station Schobüll mit 11, bei den stürmischen Tagen war es die Station Gröditz mit 2. Der Luftdruck hatte ein Mittel von 1017,9 hPa aufzuweisen.

Die meisten Gewittertage registrierte der Beobachter in Mitterdarching, wo es an 6 Tagen blitzte und donnerte.

©Marco Ringel, Frank Beranek

 

Kurzmeldungen der Stationen

 

Salzwedel

Startschwierigkeiten hatte der Monat August zumindest, was den sommerlichen Charakter anbelangt. Die ersten 10 Tage waren doch eher unterkühlt. Aber dann hat das Hochdruckwetter mit dem Sommerwetter noch mal richtig aufgedreht. Zwischen dem 25. und 28. war es sagenhaft warm oder besser sehr warm. Kehrseite sind die nur 30.5 mm Niederschlag im Monat. Also doch noch Sommermonat vom Feinsten mit Verwöhnwetter.

 

Berlin-Rahnsdorf

Der August war zu kühl und zu trocken. Erst zum Monatsende kam der Sommer zurück und legte einen fulminanten Schlussspurt hin: der 28. war der heißeste Tag des Jahres. Am 21. "besserten" 2 Gewitter die Niederschlagsbilanz noch etwas "auf", es blieb aber insgesamt weiterhin viel zu trocken.

 

Kleve

Einer durchwachsenen ersten Monatshälfte folgte eine überwiegend sonnige zweite Monatshälfte. In dieser Zeit nur ein Schönheitsfehler am 21. der kühl und verregnet war. Diesem Regentag folgte dann eine Hitzewelle

 

Arnsberg

Der Sommer lief Ende August nochmals zur Hochform auf. An 5 aufeinanderfolgenden Tagen (24.-28.) überschritten die Mittagstemperaturen die 30°-Marke. Mit 33.6°C war es am 26. am wärmsten. Man muss in den Tagebüchern schon bis zum Jahre 1944 zurückblättern, um in der letzten Augustdekade eine Periode von 5 heißen Tagen zu finden.

 

Eisleben

Keine Mücken und keine Nacktschnecken: So trocken wie dieses Jahr war seit 1953 der Sommer nur 1982 und 1991 als auch nur 35 mm (im Juli und August zusammen) fielen. Mit 19.5°C (Juni-August) gehört dieser Sommer zu den wärmsten seit 1953. Spitzenreiter ist 2003 mit 20.4°C, gefolgt von 1992 mit 20.0°C und 1994 mit 19.6C°, an fünfter Stelle steht 1983 mit 19.4° und 2015 ebenfalls mit 19.4°C.

 

Köln-Weiß

Der August war nur geringfügig kühler als das langjährige Mittel, zu trocken bei übernormaler Sonnenscheindauer.

 

Heuchelheim

Vom 24.-28. größte Hitze in dieser Zeit seit 1944. Extrem inverser Temperaturverlauf. Trockenster August seit 1997. Trockenster Hochsommer (Juli + August) ebenso seit 1997.

 

Großen Buseck

Luftdruck Min. 1009.1 hPa am 18., Max 1030.1 hPa am 07., Spitzenwind 35.4 km/h am 21. Windrichtungsmittel S.

 

Elz

Erster zu trockener Monat in diesem Jahr. Trockenster August seit 1997. Kein Gewittertag, zuletzt 1998. Sommerbilanz: Durchschnittstemperatur von 18.7°C, nur 2013, 2011, 2002 und 1995 waren wärmer. Niederschlagsmenge von 266 mm, zuletzt 2006, 2000 und 1988 mehr. 8 Regentage mit mehr als 10 mm Niederschlag wurden zuletzt 1968 übertroffen.

 

Alzenau

Obwohl der August ein hochsommerlich warmer und trockener Monat war, hörte das Gejammer seitens der Medien über den angeblich viel zu kühlen und verregneten Sommer immer noch nicht auf!

 

F-Bornheim

Entgegen der landläufigen Meinung war der Sommer wohl eindeutig zu warm. Juli und August waren dabei auch noch zu trocken.

 

Mühlheim a.M.

Erster zu trockener Monat seit Dezember 2015.

 

Neu-Isenburg

Mit dem trockenen und warmen August wurde die Serie zu feuchter Monate seit Jahresbeginn nachhaltig beendet.

 

Darmstadt

Es gab einen der Jahreszeit widersprechenden Trend im Laufe des August. Der Monat wurde immer wärmer, trockener und sonnenscheinreicher. Hier jeweils die Dekadenwerte 1-3: Temperatur: 18.2°C, 18.8°C, 21.2°C, Niederschlag: 27.3 mm, 9,1 mm, 0.2 mm, Sonnenscheindauer: 54.1h, 83.7, 109.5h.

 

Gernsheim

Mittlere Windgeschwindigkeit: ELV: 2,7 m/s Mittlere Windgeschwindigkeit: Davis: 1,4 m/s Tage mit Nebel: 0 Daten ELV (alte Wetterstation) Mittel: 20,0°C 1. Dekade:18,5°C (18,5°C -1,4K) 20,4mm ( 80%) 2. Dekade:19,2°C (19,2°C -0,1K) 10,6mm ( 49%) 3. Dekade:22,0°C (22,0°C 4,3K) 1,0mm ( 5%) Temperaturen in Klammern: (Tx+Tn)/2 und Abweichung gegen 1961-1990

 

Wolfach

Nach dem regenreichen Start im Juni zeigte sich am Ende der Sommer im August recht trocken. Ende August kommt es bei vielen Bäumen zu einer frühen Verfärbung, teilweise durch die trockene Witterung aber auch durch andere Einflüsse wie z.B. extreme Buchenmast.

 

München-Harthof

Wieder sehr unauffällig. Kein Nebel und 13 Tage mit Alpensicht. Sommer 2016 325 mm Regen (91 % des Mittels).

 

Mitterdarching

Dominierende Windrichtung: WSW. Max. Luftdruck: 1029.2 hPa am 23.; Min. Luftdruck: 1005.1 hPa am 04.; Min. rel. Luftfeuchtigkeit: 48% am 08.

Peter Süßmann, Darmstadt, den 16.09.2016

 

 

Wettertabellen

 

 

 

Wettergrafiken

 

 

 

 

Grafiken von Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein der Referenzstationen

 

 

 

 

 

 

Grafiken von Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein der Stationen in Süd- und Mittelhessen

 

Der August 2016 war ein trockener und zumeist sonniger Monat.

Bis zum Ende der zweiten Dekade war der Monat relativ ausgeglichen was Temperatur und Sonne angeht,

nur war es zu trocken. Sehr heiße Tage folgten dann im letzten Monatsdrittel. Am heißesten wurde

es dabei in Heuchelheim und Elz mit 35,8 bzw. 35,5 Grad.

Am trockensten blieb es im Gießener Becken mit 17mm in Heuchelheim und am nassesten war es

in Walldorf mit gut 46mm.

Die Sonne zeigte sich wie bereits erwähnt etwas mehr als üblich, gut 20% mehr waren es am Ende.

Die Temperatur war bedingt auf das letzte Drittel zu warm mit etwa 1,5K über dem langjährigen Mittelwert

nach 1961-1990.

Florian Besinger - Wetterstation Walldorf - im Oktober 2016

 

 

 

Verteilungskarten

 

 

 Temperaturverteilung
Niederschlagsverteilung
Abweichung der Temperatur
Abweichung des Niederschlages
Heiße Tage
Sommertage
Luftdruck

Marco Ringel

 

 

Abweichungen

 

 

Relativgrafiken und Ereignisstage der VdA-Wetterstationen für den August 2016

 

 

(Vergrößerung durch anklicken der Grafiken!)

ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Sommertage, Heiße Tage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Eistage, Frosttage und Bodenfrosttage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Gewittertage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-
            klima.de/vda_mitglieder2016/2016_08/vda-Stationen 
Abweichung der Temperatur vom Normalwert in Kelvin
ChartObject Prozentuale Erfüllung der Niederschlagssumme vom Normalwert (1961-1990) der http://www.vda-
            klima.de/vda-Stationen
Erfüllung des Niederschlages vom Normalwert in Prozent
 
Erfüllung der Sonnenscheindauer vom Normalwert in Prozent

 

 

 

 

 

 


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