Wetterstation Zenting-Daxstein

Monatlicher Witterungsbericht für den April 2015

 

 

Witterung an den VdA-Stationen

 

Meist zu warm, zu trocken und sonnenscheinreich

 

An dieser Stelle nun wie gewohnt der monatliche Witterungsbericht der VdA-Stationen für den April 2015.

Im April 2015 war es, bis auf wenige Ausnahmen, an fast allen Stationen leicht bis mäßig zu warm. Bei einer mittleren Temperatur von 9,2 °C entspricht das einer positiven Abweichung von 0,9K aller 46 meldenden VdA-Stationen.

Beim Niederschlag gab es mit einem Durchschnitt von 94 % eine recht ausgeglichene Niederschlagsbilanz, wobei die Verteilung, wie schon im März, dabei sehr unterschiedlich ausgefallen ist.

Die Sonnenscheindauer betrug im April diesen Jahres 139 %, es gab also übers Land verteilt viel Sonnenschein.

Hier nun die fünf Stationen mit den höchsten Temperaturmitteln im April 2015: Frankfurt-Bornheim (12,7 °C), Offenbach-Bürgel (11,4 °C), Kleve (11,1 °C), Köln-Weiß (10,9 °C) und Kiedrich (10,8 °C).

Die tiefsten Mittelwerte meldeten die Stationen Bitz-Degerfeld (5,4 °C) Olbernhau (6,5 °C), Kühlungsborn (7,2 °C), sowie Pegnitz und Bitz (jeweils 7,4 °C).

Zum langjährigen Mittel gab es nur einige leichte negative Ausrutscher: Jänickendorf (-0,9 K), Olbernhau (-0,4 K), Neuenhagen, Walldorf und Großerkmannsdorf (jeweils -0,3 K), Großen Buseck (-0,2 K), Ahlen (-0,1 K), 

Die höchsten positiven Abweichungen konnten Mitterdarching (2,3 K), Kühlungsborn (2,2 K), Frankfurt-Bornheim (2,1 K), sowie Bismark (2,0 K) und Berlin-Rahnsdorf (1,9 K) für sich verzeichnen.

Die Höchstwerte der Temperatur traten vorwiegend am 15. des Monats auf. Hierbei registrierten die Stationen Walldorf (28,1 K°C), Kiedrich (27,4 °C), Frankfurt-Bornheim (26,9 °C), Elz (26,8 °C), sowie Köln-Weiß (26,7 °C) die höchsten Maximaltemperaturen.

 

Es gab im April keinen heißen Tag, dafür aber schon einige Sommertage, in Jessen, Köln-Weiß, Heuchelheim, Kiedrich, Frankfurt-Bornheim, Frankfurt-Sachsenhausen sowie Walldorf 2 Tage, 12 Stationen meldeten jeweils 1 Tag.

Für einen April gab es nochmals eine recht große Anzahl an Frosttagen: Bitz-Degerfeld war hier der Spitzenreiter mit 26 Tagen. Lediglich Frankfurt-Bornheim, Kleve und Horneburg blieben gänzlich frostfrei. Eistage dagegen gab es keine mehr.

Die tiefsten Temperaturen registrierten Bitz-Degerfeld (-9,1 °C), Oberstaufen (-9,0 °C), Pegnitz (-6,2 °C), Jänickendorf (-5,4 °C), sowie Berlin-Friedrichshagen (-5,0 °C).

Die kältesten Tage wurden meist am 5. und 7. des Monats registriert.

An allen Stationen wurde nochmals mindestens 1 Tag mit Bodenfrost registriert. Hier reicht die Spannweite von 26 Tagen in Großen Buseck und 1 Tag in Köln-Weiß und Kleve.

Als tiefste Temperatur am Boden vermeldete die Messstelle Bitz-Degerfeld -10,4°C am 5.

Das Mittel der relativen Luftfeuchtigkeit der meldenden Stationen lag bei 67 %.

Es gab im April 2015 mit 94 % wiederum eine recht ausgeglichene Niederschlagsbilanz der meldenden 52 Stationen, wobei die Verteilung regional recht unterschiedlich ausfällt.

Die höchsten Niederschlagsmengen vermeldeten die Stationen Oberstaufen (173,1 mm), Pfronten (139,5mm), Wolfach (118,9 mm), Westheim (94,4 mm), sowie Zenting-Daxstein (87,5 mm).

Die geringsten Niederschlagsmengen konnten dagegen an den Stationen Erlensee (13,8 mm), Alzenau (16,2 mm), Jänickendorf (16,9 mm), Mühlheim a.M. (18,1 mm), sowie Mühlanger (18,4 mm) gemessen werden.

In der prozentualen Bilanz führten Westheim (160 %), Hohenwulsch (127 %), Wolfach (121 %), Oberstaufen (119 %), sowie Zenting-Daxstein (106 %) die Rangliste an.

Die geringsten prozentualen Mengen fielen dagegen an den Stationen in Erlensee (28 %), Alzenau (32 %), Mühlheim a.M. (36 %), sowie Mühlanger, Pretsch und Neu-Isenburg (jeweils 44 %).

Die höchste Tagesniederschlagsmenge konnte die Station Wolfach mit 59,9 mm am 27. messen.

Die Anzahl der Tage mit messbarem Niederschlag lag zwischen 15 in Oberstaufen und 4 in Annaburg.

8 Stationen meldeten mindestens 1 Tag mit einer geschlossenen Schneedecke.

Spitzenreiter war hier Zenting-Daxstein mit 9 Tagen.

Die höchsten Schneedecken registrierten die Stationen Zenting-Daxstein (28 cm), Olbernhau (12 cm), Mitterdarching und Frabertsham (jeweils 3 cm).

Die höchsten Neuschneesummen konnten an den Stationen Zenting-Daxstein (31 cm), Mitterdarching (6 cm), Frabertsham (4 cm) und Eisleben (2 cm) registriert werden.

Die meisten Sonnenstunden konnten im Februar die Stationen Frankfurt-Sachsenhausen (263 Stunden), Bitz (255 Stunden), Darmstadt (248 Stunden), Neumünster (238 Stunden, sowie Mühlanger (236 Stunden) für sich verbuchen.

Die wenigste Sonnenscheindauer verzeichneten dagegen Neuenhagen (172 Stunden), Jessen (186 Stunden), Doberlug-Kirchhain (186 Stunden), sowie Olbernhau (193 Stunden).

Prozentual gesehen waren die Spitzenreiter hier Frankfurt-Sachsenhausen (160 %) und Wolfach (155 %). Schlusslicht bildeten hier Neuenhagen (100 %) und Jessen (111 %).

Heitere Tage gab es im Durchschnitt 8 Tage, trübe Tage dagegen 5.

 

Die höchste Windspitze erreichte die Station   Jessen mit 32,1 m/s. Das Mittel an Tagen mit Windspitzen über Beaufort 6 (windige Tage) lag bei 6, das Mittel an Tagen mit stürmischen Wind (Bft 8) lag bei 1, den Höchstwert bei den windigen Tagen hatte die Station Jessen mit 24 Tagen. Bei den stürmischen Tagen war es ebenfalls Jessen mit 6 Tagen.

Der Luftdruck hatte im März ein Mittel von 1019,2 hPa.

An 28 Stationen gab es mindestens einen Gewittertag. Spitzenreiter waren hier Köln-Weiß, Heuchelheim, Westheim und München-Harthof mit jeweils 3 Tagen.

©Marco Ringel, Frank Beranek

 

Kurzmeldungen der Stationen

 

Salzwedel

Auch in Salzwedel setzte der April die Ausnahme fort. Überdurchschnittlich warm und sonnenreich präsentierte sich der Monat. Nach dem turbulenten, windigen Anfang des Monats setzte sich relativ schnell und stabil Hochdruckwetter durch. Das wiederum brachte noch einmal ein paar frostige Nächte, aber ebenso sonnenreiche und wärmere Tagesabschnitte. Durch die Hochdruckphase fiel die Niederschlagsmenge natürlich geringer aus.

 

Berlin-Rahnsdorf

Der April war der 11.trockenste seit Aufzeichnungsbeginn 1979 (gleich mit 2004). Dass es kein "Rekord" wurde, lag daran, dass es dann ab dem 25. doch noch Niederschlage gab, nachdem es seit Gründonnerstag (2.) im Wesentlichen trocken geblieben war. Das Fredersdorfer Mühlenfließ in Berlin-Rahnsdorf, das erst seit ca. 12.1. wieder Wasser führte, fiel im April schon wieder trocken - ein Ausdruck des erheblichen Niederschlagsdefizits bereits aus dem Jahre 2014. Ostern So. 4. und Mo. 5. freundlich, doch kühl. Etliche warme Frühlingstage mit 20 Grad und mehr, doch da es nicht regnete, wurde es auch nicht "richtig" grün...

 

Kleve

Im April gab es hier nur einen Tag mit einem Maximum unter 10° und einen Tag mit einem Minimum über 10°. Niederschlag fiel nur zum Monatsanfang und am Ende des Monats. Vom 12 bis zum 24. kein messbarer Niederschlag und an 6 Tagen sank die relative Luftfeuchte unter 30%.

 

Ahlen

Temperaturmäßig war der April als normal zu bezeichnen, dabei etwas zu trocken. Zwar herrschte im April kein typisches Aprilwetter, es herrschte die meiste Zeit Hochdruck vor, trotzdem war es nicht zu warm, denn in den Nächte konnte es sich bei aufklaren meist ziemlich abkühlen. Ein Sommertag wurde im gesamten April nicht verzeichnet, der Niederschlag blieb unter dem Durchschnittswert.

 

Arnsberg

Morgens überwiegend frisch, tagsüber sonnig und warm - von der sonst üblichen Launenhaftigkeit des Aprils war selten etwas zu spüren. Erste Sommertage ließen noch auf sich warten. Mit 48 mm gegenüber 79 mm war es deutlich zu trocken. Allein am 01. und 26. fielen 37 mm der Monatssumme. An 20 Tagen war es völlig trocken.

 

Eisleben

Weißer Gründonnerstag mit 2 cm Schnee. Vor 2 Jahren lagen an diesem Tag (28.03.) sogar 8 cm Schnee. An 7 Tagen stieg das Thermometer über 20°C. Nach langer Trockenheit verabschiedete sich der April am Abend des 30. mit einem kräftigen Gewitter und 7.7 mm Niederschlag.

 

Köln-Weiß

Das war nur in Ansätzen ein typischer April. An 21 Tagen blieb es trocken. Es fielen vom 4. bis 24. nur 0,3 mm Niederschlag. Mit 151 % und 232,8 Stunden verwöhnte die Sonne. Zu warm war dieser April ebenfalls.

 

Heuchelheim

Kühlster April seit 2008, aber dennoch leicht zu mild. Erneut sehr trocken und markant sonnig. Somit Fortsetzung einer langen Reihe extremer Aprilmonate, die 2005 ihren Anfang nahm.

 

Großen Buseck

Luftdruck Min. 1001.8 hPa am 27., Max. 1037.3 hPa an 07. Spitzenwind 79 km/h an 01. Windrichtungsmittel SW.

 

Elz

Auch der 4. Monat im Jahr fällt zu mild aus. Die Tendenz der letzten Jahre zur Frühjahrs-Trockenheit hält an, nach Februar und März auch der April zu trocken. Ein sehr sonniger Monat, nur 2 trübe Tage. Es gab auch immerhin noch 7 Frosttage.

 

Offenbach-Bürgel

Mit nur 23,1 mm (45 %) klar zu trocken bei +1,5 K Abweichung vom Mittel 1961-90. Nach frischem Beginn mit zwei Frostnächten (06. und 07.) Aufschwung zu bisweilen frühsommerlicher Witterung ohne Niederschlag. Erst in den letzten Tagen wieder etwas Regen.

 

Mühlheim a.M.

Nach einem deutlich zu nassen Januar seit dem 01.02. anhaltende Trockenheit. Niederschlagssumme vom 01.02.-30.04.2015 = 61.6 mm = 43% vom langj. Mittel.

 

Neu-Isenburg

Wie so häufig in den letzten Jahren große Frühjahrstrockenheit. Vom 5. bis 25.4. fielen nur 0,4 mm.

 

Darmstadt

Die letzten 3 Monate waren sich in ihrem Niederschlagsverlauf verblüffend ähnlich: extrem trocken bis auf die letzte Woche. Aber auch die konnte das Defizit nicht mehr ausgleichen. Am Sonntag, den 26.04.2015 Extrem-Schauer: Gewitter, starker Hagel (ca. 5 mm), in 10 Minuten (13.33-13.43 Uhr) fielen 13.1 mm Niederschlag. Minuten danach schien wieder die Sonne.

 

Gernsheim

Mittlere Windgeschwindigkeit: 3,3 m/s Tage mit Nebel: 0 1. Dekade: 7,2°C ( 6,9°C -1,7K) 9,6mm ( 67%) 2. Dekade:12,7°C (12,4°C 2,8K) 0,7mm ( 5%) 3. Dekade:12,2°C (11,9°C 1,2K) 12,5mm ( 61%) Temperaturen in Klammern: (Tx+Tn)/2 und Abweichung gegen 1961-1990

 

Schillingsfürst

Niederschlagsmengen im Landkreis Ansbach zwischen 19 mm in Anfelden und 36 mm in Schillingsfürst. 2.: Gewitter im Landkreis. 14. Nachmittags Lentiwolken am Himmel. 27.: Blitze im westlichen Landkreis Ansbach und Beginn der Apfelblüte (phänologischer Vollfrühling).

 

Wolfach

Zum dritten Mal seit Beginn dieses Jahrhunderts eine Sonnenscheinsumme von mehr als 200 Stunden. April 2015 an dritter Stelle nach 2007 und 2011. Am 27. bei Gewitter Starkregen innerhalb von 20 Minuten 49 Liter/qm. Dadurch lokale Überflutungen.

 

Westheim

Höchste Windböe am 02. mit 64 km/h = Bft 8.

 

München-Harthof

Sehr sonniger Monat. Zwei Tage mit Wintergewittern (am 1. gegen 1.45 Uhr und am 6. gegen 16.30 Uhr) und einem schon sommerlich anmutenden Gewitter am 27. vor Mitternacht. Kein Nebel und 15 Tage mit Alpensicht.

 

Mitterdarching

Kein Nebeltag. Dominierende Windrichtung: WSW. Luftdruck: Max. 1037.7 hPa am 07., Min 996.9 hPa am 27. Min. rel. Luftfeuchtigkeit 20% am 15. 2 trockene Perioden (08.-16. und 20.-24.) mit klaren Nächten, in der Folge viele Frost- und Bodenfrosttage.

 

Frabertsham

Höchste Windspitze (86 km/h) seit Aufzeichnungsbeginn 1995.

Peter Süßmann, Darmstadt, den 20.05.2015

 

 

Wettertabellen

 

 

 

 

Wettergrafiken

 

 

 

 

Grafiken von Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein der Referenzstationen

 

 

 

 

 

 

Grafiken von Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein der Stationen in Süd- und Mittelhessen

  

Der April 2015 endete abermals zu mild gegenüber dem langjährigen Mittelwert 1961-1990. Die Abweichung an unseren Stationen betrug rund +1,3K.

Auch im Monat April war wenig abwechslungsreiches bzw. spannendes vom Wetter zu berichten, Hochdruck dominierte, was sich auch an der Sonnenschein- bzw. Niederschlagsbilanz ableiten lässt. Einzig am 26.4. gab es in Teilen von Südhessen einen kleinräumigen kräftigen Gewitterschauer, den vor allem Die Stationen Darmstadt-Wixhausen und Weiterstadt getroffen hat. Hier fielen binnen kürzester Zeit 18mm bzw. 14mm Niederschlag. Am 27. regnete es in Mittelhessen an den Stationen Heuchelheim und Großen-Busek kräftiger mit rund 16mm bzw. 15mm.

Spitzenreiter in Sachen Niederschlag war diesmal Darmstadt-Wixhausen mit 38,3mm sowie Großen Busek mit 38,0mm. Anderswo fielen dagegen kaum 20mm wie an einigen südlichen Stationen unseres Gebietes, wie in Worms, Biblis, aber auch in Alzenau fielen nur gut 16mm im gesamten Monat.

Die Sonne hingegen zeigte sich überdurchschnittlich oft mit rund 230-260 Stunden, somit wurde das Mittel um rund 50% überboten.

 

Florian Besinger - Station Walldorf - im Mai 2015

 

 

 

Verteilungskarten

 

 

 Temperaturverteilung
Niederschlagsverteilung
Abweichung der Temperatur
Abweichung des Niederschlages
Sommertage
Frosttage
Luftdruck

Marco Ringel

 

 

Abweichungen

 

 

Relativgrafiken und Ereignisstage der VdA-Wetterstationen für den April 2015

 

 

(Vergrößerung durch anklicken der Grafiken!)

ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Sommertage, Heiße Tage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Eistage, Frosttage und Bodenfrosttage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Gewittertage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda_mitglieder2015/2015_04/vda-Stationen 
Abweichung der Temperatur vom Normalwert in Kelvin
ChartObject Prozentuale Erfüllung der Niederschlagssumme vom Normalwert (1961-1990) der http://www.vda-klima.de/vda-Stationen
Erfüllung des Niederschlages vom Normalwert in Prozent
 
Erfüllung der Sonnenscheindauer vom Normalwert in Prozent

 

 

 

 

 

 


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