Wetterstation Zenting-Daxstein

VdA-Vereinstreffen

 

1. VdA-Treffen 1985
in Onstmettingen
2. VdA-Treffen 1987
in Schaffhausen

3. VdA-Treffen 1989

in Neu-Isenburg/Geisenheim

4. VdA-Treffen 1991
in Markt Schwaben
5. VdA-Treffen 1993
in Münster
6. VdA-Treffen 1995
in Kall/Eifel
7. VdA-Treffen 1997
in Jänickendorf
8. VdA-Treffen 1999 
in Heuchelheim
9. VdA-Treffen 2000
im Harz und Brocken
10. VdA-Treffen 2003 
in Benediktbeuern
11. VdA-Treffen 2005 
in Neuenhagen
12. VdA-Treffen 2008
in Frankfurt

 

6. VdA-Treffen 1995 in Kall/Eifel

 

Nachdem das Treffen erst um 1 Jahr verschoben werden musste, sollte es nun in diesem Jahr soweit sein. Ich glaube, ich kann sagen, dass sich alle sehr auf das Treffen freuten. Am Himmelfahrtstag musste ein jeder erst einmal "trocken" bleiben, da die Anreise anstand. Peter Rosenzweig und ich trafen als Erste in Kall ein. Nach kurzem Suchen sahen wir dann schon die Wettehütte und wurden herzlich von Herrn Krause empfangen. Nach und nach trafen dann die anderen Mitglieder ein. So begann dann auch gleich ein heftiger Datenaustausch.
    Jeder berichtete von seinen Extremen und Besonderheiten in der Beobachtung. Zum Abendbrot wurden wir von der Familie Krause eingeladen. Nach diesem langen Tag schmeckte es besonders gut. Für die Gastfreundschaft möchten wir uns noch einmal herzlich bedanken. Zum Abschluss des Tages setzten wir uns noch ein Weilchen in den Garten und unterhielten uns angeregt. Gegen 22 Uhr wurden wir dann in unsere Hotels gebracht.
    Am nächsten Morgen sollte es nun nach Trier gehen. Nach einem guten Frühstück sammelten wir uns auf dem Bahnhof, um nach Trier zu fahren. Unterwegs wurden jetzt die ersten "Verhandlungen" geführt. Wer zum Beispiel einen Hellmann übrig hat oder ob man noch andere Grafiken veröffentlichen kann. In Trier angekommen, fuhren wir mit Taxis zum Wetteramt. Dieses liegt auf einem Berg oberhalb der Stadt. Dort führte uns Herr Gestrich, der Leiter des Dezernates Klimadienst, durch das Haus. Sehr interessant war vor allem der Meteorologenraum. Von besonderem Interesse war hier auch die Zukunft des DCF 54, des Wetterkartensenders des DWD. Der solle nämlich zur Jahresmitte eingestellt werden. Viele wollten nun wissen, wie man in Zukunft die aktuellsten Wetterkarten empfangen kann. Zu erfahren war allerdings nur, dass dies dann über Satellit als Pay-TV kommen soll. Nach der Besichtigung wurde noch eine intensive Diskussion mit Herrn Gestrich geführt. Im Vordergrund standen vor allem die Zukunft des DWD und die Zusammenarbeit zwischen VdA und Wetterdienst. Da uns nun aber schon gewaltig die Bäuche knurrten, fuhren wir schnell in die Stadt zurück, wo dann jeder Essen gehen konnte. Nach einem Stadtbummel ging es dann am frühen Abend mit dem Zug nach Kall zurück. Am Abend trafen wir uns dann im Hotel des Ortes, um beim gemütlichen Zusammensein noch über Verschiedenes zu reden. Der Abend verging schnell, da die Gesprächsthemen nicht ausgingen.
   Am Samstagvormittag fanden wir uns dann im Hotel des Nachbarortes ein, indem auch ein Tei! der Leute untergebracht waren. Heute sollten verschiedene Vorträge der Mitglieder gehalten werden. Den Anfang machte Herr Rosenzweig, der uns ein Video , in dem er um neue Mitglieder warb, zeigte. Das Video wurde vom ORB in Brandenburg ausgestrahlt. Danach überraschte uns Herr Steinmüller mit verheerenden Gewittern, die er selbst aufgenommen hatte. Uns beeindruckte vor allem, welche zerstörerische Kraft solch ein Wetterschauspiel haben kann. Uijuijuijuijui !!!
    Herr Freund berichtete dann über seine phänologische Beobachtung, die er seit einem Jahr für den DWD macht. Interessant war, dass er mit einem Landwirt zusammenarbeitet. Dies ist aber sehr zweckmäßig, da die Beobachtung der Kulturpflanzen sicher nicht ganz einfach ist. Ein Landwirt hat da natürlich einen besseren Überbück.
    Nach dem Mittagessen machten wir unser "Klassenfoto" , weil Herr Rosenzweig und ich schon die Heimreise antreten mussten. Auf dem Rückweg waren wir noch in Sinzenich und haben uns die automatische Wetterstation von Herm Linden angesehen. Am Nachmittag gab es noch einen Lichtbildvortrag , der auch von Herrn Steinmüller gezeigt wurde. Dies war von der Qualität und der Quantität bisher das Beste , was wir je gesehen haben. Anschließend hatten wir noch einen Landwirt in Sistig besucht. Herr Crämer beobachtet das Wetter bereits in der 4. Generation für den Wetterdienst und kann auf eine Beobachtungsreihe, die seit 1891 besteht, zurückblicken. Am Abend haben sich alle noch einmal eingefunden, um einen Abschiedstrunk zu nehmen.
    Am Sonntag entschied man sich , auch nach Sinzenich zu fahren. Jeder war von der Automatisierung der Messtechnik beeindruckt. Man hatte größtenteils solch eine Anlage noch nicht gesehen. Herr Linden misst mit seinem Computer die Temperatur , die Feuchte , den Niederschlag und den Wind und kann mit Hilfe des eigens dafür geschriebenen Programms die Daten gleich weiterverarbeiten. Dies geschieht in Form von Wertetabellen oder gleich als Diagramm. Danach fuhr dann jeder mit neuem Wissen wieder seiner Heimat entgegen...

  Dieses Treffen war für alle sehr fruchtbar und ich glaube, es hat auch jedem viel Spaß gemacht. Deshalb schlage ich vor, dass wir uns in zwei Jahren wieder treffen.
    Als Tagungsort hatte ich mich ja schon angeboten. Also , schon mal vormerken: Himmelfahrt 1997 in Jänickendorf und Teltow (Herr Rosenzweig). Als Programmpunkte könnte ich mir vorstellen: Säkularstation Potsdam (Seit 1893) ;FU Berlin-Dahlem; 2 VdA-Stationen und das Observatorium Lindenberg mit Radiosondierung. Als Kulturteil empfehle ich Potsdam mit dem Schloss Sanssouci.

 

Private Wetterstation
Jänickendorf
Marco Ringel

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